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Mentalitäten im Fluss (Nachwuchsgruppe)

Hier finden Sie Informationen zur BMBF-Nachwuchsgruppe „Mentalitäten im Fluss. Vorstellungswelten in modernen bio-kreislaufbasierten Gesellschaften (flumen)“
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Foto: R. Möhler

Herzlich Willkommen auf der Seite der BMBF-Nachwuchsgruppe „Mentalitäten im Fluss. Vorstellungswelten in modernen bio-kreislaufbasierten Gesellschaften (flumen)“. 

Aus soziologischer und historischer Perspektive forschen wir dazu, wie sich die Grundhaltungen, Einstellungen und gemeinsamen Vorstellungswelten von Menschen verändern, wenn sich die Rohstoff- und Energiebasis der Gesellschaft, in der sie leben, weg von fossilen und hin zu bio-basierten Grundstoffen verschiebt. 

Auf diesen Seiten möchten wir uns Ihnen vorstellen, Ihnen einen Einblick in unsere Forschung geben und Sie über unsere aktuelle Arbeit und Veranstaltungen informieren. 

Wenn Sie sich für unsere Themen und Fragestellungen interessieren, freuen wir uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.

 

Aktuelle Neuigkeiten

  • Lilian Pungas und Dr. Martin Fritz nehmen im Juni an der ESEE 2019 (European Society for Ecological Economics) in Turku teil

    Lilian Pungas stellt in Turku an der ESEE 2019 Konferenz (aktive Verlinkung: https://esee2019turku.fi)  ihren neuen Artikel ("Food self-provisioning as an answer to the metabolic rift: The case of ‘Dacha Resilience’ in Estonia", erschienen in The Journal of Rural Studies im April 2019) vor. Ihr Schwerpunkt in der Nachwuchsgruppe flumen baut auf ihre damalige Fallstudie auf. In dem Artikel diskutiert sie die Semisubsistenzlandwirtschaft in Osteuropa (am Beispiel Estlands) als eine Alternative für eine Suffizienz-orientierte nachhaltige Landwirtschaft.

    Dr. Martin Fritz organisiert mit Katharina Bohnenberger von der University Duisburg-Essen eine Special Session mit dem Titel 'Sustainable Welfare and Eco-social policies – Solutions for the Post-Growth Society'. Darin geht es um die Frage, wie in modernen bio-kreislaufbasierten Gesellschaften Wohlfahrt und Sozialpolitik konzipiert sein müssen, um sowohl ökologischen Anforderungen gerecht zu werden als auch soziale Gerechtigkeit zu ermöglichen. Es werden verschiedene konkrete eco-social policies wie z.B. ein kostenloser ÖPNV und Arbeitszeitreduzierungen diskutiert und Dr. Martin Fritz selbst wird einen Vortrag halten über die mit sozialökologischen Politiken verbunden Mentalitätsformen. Dazu präsentiert er am Beispiel von politischen Orientierungen Ergebnisse aus ländervergleichenden Analysen von Umfragedaten. 
  • Neuer Artikel: Food self-provisioning as an answer to the metabolic rift: The case of ‘Dacha Resilience’ in Estonia

    Im April erschien ein Artikel von Lilian Pungas in einem Journal (The Journal of Rural Studies), in dem sie die Semisubsistenzlandwirtschaft in Osteuropa (am Beispiel Estlands) als eine Alternative für eine Suffizienz-orientierte nachhaltige Landwirtschaft diskutiert hat. 

    Der Artikel ist hier zu finden.

 

Degrowth/Postwachstum Foto: Junius-Verlag
  • Neues Buch: Degrowth/Postwachstum zur Einführung (Junius Reihe "Zur Einführung”) 

    Gerade ist das Einführungsbuch zu Wachstumskritik und Degrowth/Postwachstum erschienen, das Matthias Schmelzer gemeinsam mit Andrea Vetter geschrieben hat. Das Inhaltsverzeichnis sowie der größte Teil der Einleitung kann hier heruntergeladen werden.

    Buchdiskussionen in Berlin, Leipzig, Hamburg, Weimar, Zürich, Bremen, Flensburg, Jena, Rostock und weiteren Städten - Informationen dazu bald hier.
  • Workshop: Transitions, 'pileups' and the rule of abstract Energy: Energy regimes and social transformations in and beyond the fossil era

    Research Workshop with Éric Pineault (UQAM, Montreal/Kolleg Postwachstumsgesellschaften) in Jena, May 15, 2019

    In this workshop, we will discuss several related controversies concerning the relations between changes in the energy basis of modern capitalist societies on the one handand transformations of their social and mental infrastructures on the other hand. In his famous book "Carbon Democracy", Timothy Mitchell has claimed that the material properties of fossil energy sources shape the social, mental and political structures of the societies using them to a very high degree, pre-forming as it were the opportunities and limits of democratization processes. Against this view, Andreas Malm has objected in "Fossil Capital" that the takeoff of a coal-based industrial economy in 18th century Britain was not the "work" of coal as a resource itself, but the outcome of an expansionary social logic and mentality that had been at play long before, and that merely found its preferred medium of abstraction from social and material restraints in the innovation of the steam-powered factory. Larry Lohmann and Nicholas Hildyard have emphasized that "energy" itself is an abstract concept that, analogous to the logic of exchange value, enables economic actors to disregard social and material limitations to their activities and conceive of them as capable of infinite expansion. How such expansion has been enabled again and again in the course of the past two centuries by adding oil, gas, nuclear and other energy sources to the energetic base has been demonstrated by Vaclav Smil. His empirical analyses of global energy use in the fossil era amount to the thesis that these energy sources, rather than being the drivers of expansion in several stages that societies have successively 'transitioned' through, have in fact progressively 'piled up' to meet a ceaselessly expanding energy demand. Based on texts by these authors, we will discuss these and related issues, with a particular focus on what conclusions may be drawn from these debates in view of the necessity of far-reaching change that societal energy systems will face in the near future if a post-fossil, bio-based economy and society is to be achieved and catastrophic global warming averted.



  • Degrowth/Postwachstum zur Einführung Matthias Schmelzer/Andrea Vetter, 256 S., € 15,90
    Degrowth oder Postwachstum ist ein dynamisches Forschungsfeld und Bezugspunkt vielfältiger sozial-ökologischer Bewegungen. Postwachstum ist nicht nur eine grundlegende Kritik an der Hegemonie des Wirtschaftswachstums. Es ist auch eine Vision für eine andere Gesellschaft, die angesichts von Klimawandel und globaler Ungleichheit Pfade für grundlegende Gesellschaftsveränderung skizziert. Dieser Band macht erstmals den Versuch einer systematischen Einführung. Er diskutiert die Geschichte von Wachstum und Wirtschaftsstatistiken und rekonstruiert die zentralen Formen der Wachstumskritik: ökologische, soziale, kulturelle, Kapitalismus-, feministische, Industrialismus- sowie Süd-Nord-Kritik. Und er gibt einen Überblick zu den wichtigsten Vorschlägen, Konzepten und Praktiken, die er zugleich politisch einordnet.
           
    »Souverän, aber bündig, breit gefächert, aber nuanciert – eine solche Einführung in das Postwachstumsdenken hat gefehlt! Konkrete Utopien haben ihre heimlichen Schlüsselwörter: Obergrenze und selektives Wachstum, Gemeinwohl und Solidarität, Commons und Konvivalität. Es ist an der Zeit, sie auszuprobieren und einzuüben, bevor sie unversehens in aller Munde sind!«
    Wolfgang Sachs, Herausgeber des Development Dictionary. A Guide to Knowledge as Power

    »Kompakt, sorgfältig, inspirierend. Degrowth/Postwachstum zur Einführung bietet sowohl einen spannenden und differenzierten Einstieg für Anfänger_innen, als auch eine systematische, tiefgreifende und kritische Analyse der verschiedenen Strömungen, die auch Expert_innen überraschen wird. Von Kritik und Utopie bis hin zu aktivistischen Interventionen geben die Autor_innen einen umfassenden Überblick über die internationale Degrowth-Debatte in ihren Differenzen, Widersprüchen und Potentialen für eine radikale sozial-ökologische Transformation.«
    Barbara Muraca, Autorin von Gut Leben: Eine Gesellschaft jenseits des Wachstums

 

  • 10. Mai 2019: Matthias Schmelzer hält einen Impulsvortrag auf der „Postwachstumsstad-Konferenz“ an der Bauhaus-Universität in Weimar. Mehr Infos und das

    Programm gibt es hier: www.postwachstumsstadt.de

 

  • 6. Mai 2019: Matthias Schmelzer spricht auf dem European Business Summit in Brüssel. Die Podiumsdiskussion mit Karl Pichelmann (European Commission), Maria Demertzis (Bruegel), und André Sapir (Bruegel) behandelt die Frage: "How to Sustain Social Justice in the Current Context of Limited Growth?”

    Mehr Informationen hier: http://ebsummit.eu/fullprogramme
  • Dennis Eversberg erhält eigene BMBF-Nachwuchsgruppe. 

    Drei Mio. Euro Förderung für neue Forschungsgruppe zum Thema „Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel“. Der neuen Forscher*innengruppe von Dennis Eversberg wurde ein ausführlicher Artikel auf der Hauptseite der Universität gewidmet.

Leiter der Forschungsgruppe

Dennis Eversberg, Dr.
Eversberg, Dennis
Sprechzeiten:
Nach Vereinbarung
Raum D201
Humboldtstraße 34
07743 Jena
Logo Foto: Bundesministerium für Bildung und Forschung

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