Lehrforschung

Herzlich willkommen auf der Lehrforschungsseite! Wir freuen uns, Sie mit auf eine Reise durch die Lehrforschungen am Arbeitsbereich „Qualitative Methoden und Mikrosoziologie“ am Institut für Soziologie der FSU Jena zu nehmen. Die Lehrforschung ist ein besonderes Modul (BASOZ 51 des Modulkatalogs): Den Studierenden wird der Raum gegeben in einer Forschungsgruppe selbstständig ein empirisches – hier qualitatives – Forschungsprojekt durchzuführen. Dies umfasst die theoretische und empirische Konzeptualisierung als auch die soziologische Reflexion der Datenauswahl, -erhebung und -auswertung. Tauchen Sie ein in die interessanten studentischen Arbeiten der Lehrforschungen ab dem Wintersemester 2018/19.

"Fremdsein & Fremdwerden heute. Ein ethnografischer Streifzug durch die Stadt", WiSe 2019/2020, Eva Tolasch. Inhalt einblenden

„What the hell is going on here?” (Geertz 1983), lautet die Fragstellung der Lehrforschung zum Thema Fremdheit in der Stadt.  Die Studierenden haben die "practice of strangeness” (Hirschauer 2005: 42) am Schnittpunkt unterschiedlicher Differenzdimensionen wie race, gender und sexuality rekonstruiert, um Fremdsein und Fremdwerden zu beobachten und zu beschreiben.

Im Zuge der qualitativen Lehrforschung haben sich die Studierenden vor diesem Hintergrund einerseits mit fremdheitssoziologischen Debatten auseinandergesetzt (u.a. Simmel, Park, Schütz, Foucault, Bhaba, Hall, Spivak und Braidotti) und andererseits mit ethnografischen Zugängen (etwa Emerson et al. 2011, Hammersley/Atkinson 2007).

Fremdsein und Fremdwerden wurden in unterschiedlichen Feldern untersucht: Universität, Polizei, sexuelle Vielfalt, Flucht und Migration.

Weiter zur Homepage vom Projekt: https://fremdheit-in-der-stadt.de/

"Sibylle und die anderen. Wie emanzipiert war das Frauenbild in der DDR?" SoSe 2018 Sylka Scholz Inhalt einblenden
Sibylle Cover Sibylle Cover Foto: AB Qualitative Methoden und Mikrosoziologie

Die Mode- und Kulturzeitschrift „Sibylle“ erschien von 1956-1995. Die „Ost-Vogue“ war durch anspruchsvolle Modefotografien und redaktionelle Beiträge charakterisiert. Doch eine Modezeitschrift in der DDR erscheint zunächst wie ein Paradox, denn der Staat grenzte sich von der kapitalistischen Mode explizit ab: Die Kleidung der DDR-Frau sollte praktisch sein, damit sie ihre vielen Aufgaben im Betrieb, beim gesellschaftlichen Engagement und in der Familie gut bewältigen kann.

Die übergreifende Fragestellung der Lehrforschung lautet: Welches Frauenbild wurde in der „Sibylle“ kreiert und wie veränderte es sich im Zeitverlauf? In welchem Verhältnis stand es zum offiziellen Frauenleitbild der erwerbstätigen Mutter? Wie unterschied es sich vom Frauenbild des Westens?

In kleinen Arbeitsgruppen forschten die Studierenden mit dem Gesamtbestand von 204 Ausgaben der „Sibylle“. Sie entwickelten eigene vertiefende Fragestellungen, eigneten sich soziologische Methoden zur Bildanalyse an und kreierten ein eigenes Forschungsdesign. Die Forschungsergebnisse wurden neben den üblichen Forschungsberichten auch auf Postern festgehalten. Diese Posten präsentieren wir mit einem kurzen Begleittext auf dieser Homepage.

Einführungstext zu den 7 Projekten von "Sibylle und die anderen.": Download [pdf, 567 kb]

  1. Vorstellung der Lehrforschung: Download [pdf, 4 mb]
  2. Wandel des Leitbildes der emanzipierten Frau: Download [pdf, 2 mb]
  3. Das Frauenbild der Zeitschrift Sibylle: Download [pdf, 688 kb]
  4. Die Modell zwischen Objekt- und Subjektstatus: Download [pdf, 7 mb]
  5. Das Frauenbild zwischen Prüderie und Erotik: Download [pdf, 1 mb]
  6. Das Jugendbild in der Sibylle: Download [pdf, 1 mb]
  7. Mode als stiller Protest: Download [pdf, 4 mb]
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