Forschung

SFB-Teilprojekt B06: "Eigentumsungleichheit im Privaten: Zur institutionellen und kulturellen (Re-)Strukturierung von Eigentumsverhältnissen in Paarhaushalten" Inhalt einblenden
SFB-Teilprojekt B06 Foto: Zhen Hu via unsplash.com

SFB-Teilprojekt B06: Eigentumsungleichheit im Privaten: Zur institutionellen und kulturellen (Re-)Strukturierung von Eigentumsverhältnissen in Paarhaushalten

 

 

 

 

 

Projektlaufzeit: April 2021 bis Dezember 2024
Projektleitung: Prof. Dr. Sylka Scholz
Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Dr. Robin Saalfeld, Aaron Korn
Studentische Mitarbeiter*innen: Lena Mann

Kurzzusammenfassung
Untersucht wird der Strukturwandel von und durch Eigentum in Paarhaushalten. Zentral ist nicht nur die Verteilung des Eigentums zwischen den Partner*innen, sondern welche Praktiken und Deutungsmuster diese etablieren, um Verfügung darüber zu ermöglichen oder zu beschränken. Das Ergebnis eines solchen doing property ist ein paarspezifisches Eigentumsarrangement, das die hegemoniale Eigentums- und Geschlechterordnung reproduziert und möglicherweise transformiert. Empirisch wird der Strukturwandel von Eigentumsarrangements mit Hilfe eines Mixed-Methods-Designs untersucht werden. Dadurch verknüpfen wir systematisch die Mikro- und Makroperspektive auf Eigentum als Kategorie der Geschlechterforschung.

DFG Projekt: "Fürsorgliche Jungen? Alternative (Forschungs-)Perspektiven auf die Reproduktionskrise" 01.02.2019 - 31.01.2022 Inhalt einblenden
DFG-Projekt Fürsorgliche Jungen Foto: unsplash.com

DFG-Projekt „Fürsorgliche Jungen?“
Alternative (Forschungs-) Perspektiven auf die Reproduktionskrise"


 

 

 


Projektlaufzeit: 01.02.2019 - 31.01.2022
Projektleitung: Prof. Dr. Sylka Scholz
Projektmitarbeiter*innen: Nadine Nebyie Baser, Kevin Leja, Iris Schwarzenbacher

 

Ausgangspunkt des Projektes ist die soziologische Zeitdiagnose einer Krise der gesellschaftlichen Reproduktion. Diese Krise wird im öffentlichen Diskurs vorrangig als Problem von und für Frauen diskutiert, etwa als Vereinbarkeitsdilemmata von erwerbstätigen Frauen oder als Kinderlosigkeit von Akademikerinnen. Auch wissenschaftlich sind die Themen Care und Care-Arbeit vorrangig mit dem weiblichen Geschlecht verbunden, während die Rolle des männlichen Geschlechts in der Reproduktionskrise weitgehend unterbeleuchtet bleibt.

Das Projekt „Fürsorgliche Jungen?“ behandelt daher Fragen von Männlichkeit und (Für)Sorge. Untersucht werden dabei Vorstellungen männlicher Jugendlicher von Fürsorge sowie Selbstsorge, da in der Phase der Adoleszenz die Verantwortungsübernahme für andere, d.h. eine generative Perspektive, maßgeblich ausgebildet wird und in dieser Lebensphase Möglichkeiten für Neuerungen in den Geschlechterverhältnissen gegeben sind. Männlichkeitssoziologische Studien beschreiben Jungen vor allem als risikobereit und wettbewerbsorientiert. Sie scheinen keine Sorge für sich oder andere zu tragen. Es lässt sich jedoch die These formulieren, dass gegenwärtige Bilder von Männlichkeit auch dazu führen, dass andere, entgegengesetzte Männlichkeitsentwürfe und Praxen nicht thematisiert werden, d.h. dass Jungen und Männer (Für)Sorge auch bei persönlicher Relevanz gegenüber anderen nicht thematisieren.

Das Forschungsprojekt fokussiert die Perspektive der Jungen und erforscht mit qualitativen Methoden Wege, über Erfahrungen von Fürsorge und Selbstsorge zu sprechen. Dabei nutzt es die Kenntnisse der Jungenarbeit, indem jungenpädagogische Impulse Bestandteil des methodischen Settings sind. Das Projekt verfolgt zwei Ziele: Erstens die Erweiterung des wissenschaftlichen Kenntnisstandes zur (Für)Sorge von Jungen und zweitens die Entwicklung der theoretischen Konzepte von (Für)Sorge, Generativität und Männlichkeit in Bezug auf die Lebensphase Jugend. Dies steht im Zusammenhang mit der Frage, wie die Integration von (Für)Sorge in Männlichkeitskonstruktionen langfristig ermöglicht werden kann. Auf diese Weise leistet das Projekt auch einen Beitrag zur gesellschaftlichen Bearbeitung der sozialen Reproduktionskrise.

Projektbezogene Publikationen

Ruby, Sophie/ Scholz, Sylka (2018): Care, Care Work and the Struggle for a Careful World from the Perspective of the Sociology of Masculinities. In: Aulenbacher, Brigitte/ Gutiérrez-Rodríguez/ Liebig, Brigitte (Hrsg.): Care and Care Work. Special Issue of Österreichische Zeitschrift für Soziologie ÖZS, Jg. 43, H. 1, S.73-83 [pdf, 207 kb]

Teilprojekt „Bildungsbiographie" im BMFSFJ geförderten Verbundprojekt „Jungen und Bildung - Männlichkeiten in pädagogischen Institutionen" 01.11.2018 - 30.09.2021 Inhalt einblenden
Jungen* und Bildung Foto: Europa-Universität Flensburg

Teilprojekt „Bildungsbiographie" im BMFSFJ geförderten Verbundprojekt „Jungen und Bildung - Männlichkeiten in pädagogischen Institutionen"

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).



Projektlaufzeit: 01.11.2018 - 30.09.2021
Projektleitung: Prof. Dr. Sylka Scholz
Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Dr. Kevin Stützel
Kontakt: kevin.stuetzel@uni-jena.de

 

Das Teilprojekt nimmt in den Blick wie sich die Studien- und Berufswahl von Jungen und jungen Männern biographisch entwickelt. Erhoben werden zwanzig leifadengestützten Interviews mit männlichen Jugendlichen, die sich bereits in einer Ausbildung oder in einem Erststudium in den Bereichen Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege, Erziehung und Bildung (SAGE), befinden. Im Forschungsprojekt wird rekonstruiert wie es zur Studien- bzw. Berufswahl gekommen ist und in welchem Verhältnis die Entscheidung zu vorherigen Erfahrungen mit Sorge-Tätigkeiten im sozialen Umfeld steht. Darüber hinaus wird die Auseinandersetzung mit geschlechtsbezogenen Anforderungen im Rahmen der Ausbildung bzw. des Studiums eines SAGE-Berufs analysiert. Befragt werden männliche Jugendliche aus Ausbildungs- und Studieneinrichtungen aus vier Regionen, die städtisch oder ländlich geprägt sind und sich in den alten oder neuen Bundesländern befinden. Bezogen auf die Ausbildungs- und Studiengänge werden SAGE-Berufe gewählt, die einen vergleichsweise hohen bzw. einen vergleichsweise geringen Männeranteil aufweisen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Europa-Universität Flensburg.

Die Inhalte am Arbeitsbereich Qualitative Methoden und Mikrosoziologie

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