Forschung

Laufende Projekte am AB Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie
Logo der DFG Logo der DFG Foto: DFG

SFB/Transregio: "Strukturwandel des Eigentums"
TP B05: Eigentum, Ungleichheit und Klassenbildung in sozialökologischen Transformationskonflikten

Projektleitung: Prof. Klaus Dörre
Wissenschaftliche Mitarbeiter*in: Steffen Liebig, Kim Lucht
Förderung: DFG
Laufzeit: 01.01.2020  - 31.12.2024

Das Forschungsvorhaben ist als Teilprojekt B05 im Sonderforschungsbereich/Transregio zum "Strukturwandel des Eigentums" angesiedelt. Es untersucht den doppelten Strukturwandel von und durch Eigentum anhand von Überlappungszonen, die zwischen eigentumsbasierten Klassenauseinandersetzungen und ökologischen Gesellschaftskonflikten entstehen. Gegenwärtig, so die forschungsleitende These, verwandelt sich der alte industrielle, demokratisch eingehegte Klassenkonflikt sukzessive in einen sozial-ökologischen Transformationskonflikt, dessen Dynamik die hegemoniale Eigentumsordnung kapitalistischer Gesellschaften berührt und wohl auch verändert. Für das Teilprojekt sind drei Fragestellungen zentral: 1) Wie werden Konflikte um die sozial-ökologische Transformation in der sozialen Hierarchie einer demobilisierten Klassengesellschaft wahrgenommen und bewertet? 2) In welcher Weise wirkt sich eigentumsbasiertes Klassenhandeln auf ökologische Gesellschaftskonflikte aus? 3) Münden sozialökologische Transformationskonflikte in einen Wandel hegemonialer Eigentumsordnungen, oder tragen sie zu deren Konservierung bei?

Homepage SFB: tba

************************

Logos BMBF und WIR Logos BMBF und WIR Foto: BMBF/WIR

WIR! - H2Well - Konzeption des Markthochlaufs zur strategischen Implementierung und Umsetzung von Wasserstofftechnologien in regionalen Infrastruktursystemen für Elektrizität, Mobilität, Wärme- und Sauerstoffnutzung
TP3: Sozialwissenschaftliche Begleitforschung zur Konzeption des Markthochlaufs

Projektleitung: Prof. Klaus Dörre
Wissenschaftliche Mitarbeiter*in: Anna Mehlis, Anne Jasmin Bobka
Förderung: BMBF
Laufzeit: 01.12.2020  - 30.11.2023

Gemeinsam mit der Professur Verkehrssystemplanung der Bauhaus-Universität Weimar und SolarInput e.V. in Erfurt werden Konzepte zur strategischen Implementierung und Umsetzung von Wasserstofftechnologien in regionalen Infrastruktursystemen für Elektrizität, Mobilität, Wärme- und Sauerstoffnutzung eruiert. Die Untersuchung findet innerhalb des Bündnis H2-Well statt. Der Verbund stützt sich auf grünen Wasserstoff als wichtige Säule der Energie- und Mobilitätswende und zielt auf die Umsetzung dezentraler Wasserstoffsysteme für einen nachhaltigen Strukturwandel in der Region zwischen den Flüssen Main und Elbe.

Die sozialwissenschaftliche Begleitforschung untersucht die Inhalte und Ausprägungen sozialökologischer Transformationskonflikte im Mobilitäts- und Energiesektor, wo sich radikale Strukturumbrüche und Maßnahmen abzeichnen. Erforscht werden insbesondere folgende Bereiche: (1) die Akzeptanz von Wasserstoffmobilität, (2) Szenarien zukünftiger Entwicklung von Mobilität in ländlichen und urbanen Räumen und deren Passfähigkeit mit der Brennstoffzellentechnologie, (3) die Demografie- und Fachkräfteentwicklung im Bereich der Wasserstoffanwendungen. Mit qualitativen und quantitativen Erhebungen werden fördernde und hemmende Faktoren für die Wasserstoffnutzung identifiziert und in Prognosemodellen zusammengeführt.

Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms “WIR! - Wandel durch Innovation in der Region” gefördert.

Webseiten unserer Projektpartner:

Gefördert vom BMBF Gefördert vom BMBF Foto: BMBF

************************

Gute Interaktionsarbeit digital assistiert (GIDA)

Projektleitung: Prof. Klaus Dörre
Wissenschaftliche Mitarbeiter*in: Martin Ehrlich, Manfred Füchtenkötter, Christian Schädlich, Jana Steckbauer
Förderung: BMBF
Laufzeit: 01.06.2020  - 31.05.2023

ZETT Logo ZETT Logo Foto: ZETT

************************

Zentrum Digitale Transformation Thüringen (ZeTT)

Projektleitung: Prof. Heike Kraußlach, Prof. Klaus Dörre
Geschäftsführung: Dr. Thomas Engel
Wissenschaftliche Mitarbeiter*in: Manfred Füchtenkötter, Nora Fürop, Christian Schädlich, Johanna Sittel, Jorin vom Bruch
Förderung: BMAS, ESF, Land Thüringen
Laufzeit: 01.01.2020  - 30.06.2022

Die Anforderungen an Beschäftigte ändern sich derzeit erheblich durch datenbasierte Geschäftsmodelle, mobile Endgeräte, die Vernetzung von Prozessen und neue Produkte. Das ESF-geförderte Zentrum Digitale Transformation Thüringen (ZeTT) analysiert die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung in Thüringen und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeitswelt. Ausgehend davon berät es Unternehmen in den Schlüsselbranchen des Freistaates und entwickelt und erprobt innovative Lehr- und Lernkonzepte für aufgefundene Qualifizierungsbedarfe.

Frau Prof. Dr. Heike Kraußlach, Professorin für Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Personalwirtschaft an der Ernst-Abbe-Hochschule und Prof. Dr. Klaus Dörre, Professor für Arbeits-, Wirtschafts- und Industriesoziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, leiten zusammen das Zentrum. Um gute Grundlagen für die Gestaltung von Arbeit in der Digitalisierung zu schaffen und Ansprechpartner und Expertise bereitzustellen haben sich insgesamt drei Thüringer Hochschulen und zwei Beratungseinrichtungen zum ZeTT zusammengeschlossen. Gemeinsam mit den Partnern TU Ilmenau, Arbeit und Leben Thüringen sowie dem Institut der Wirtschaft Thüringens (IWT) werden Beratungsleistungen angeboten. Zielgruppen sind Unternehmen, Branchennetzwerke, Betriebsräte und Beschäftigte.

Das ZeTT wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, den Europäischen Sozialfonds und durch das Land Thüringen finanziert. Insgesamt werden fünf regionale Zukunftszentren in Ostdeutschland sowie das übergeordnete Zentrum Digitale Arbeit gefördert.

Projekthomepage des ZeTT: ZeTT Zentrum Digitale Transformation Thüringen

Die Kooperationspartner:

Logo der DFG Logo der DFG Foto: DFG

************************

DFG-Kolleg-Forscherguppe Postwachstumsgesellschaften: "Landnahme, Beschleunigung, Aktivierung, Dynamik und (De-)Stabilisierung moderner Wachstumsgesellschaften"

Antragsteller:
Prof. Dr. Klaus Dörre, Prof. Dr. Stephan Lessenich, Prof. Dr. Hartmut Rosa
Sekretariat: Rebecca Sequeira

Förderung: DFG
Laufzeit: Oktober 2011 - März 2021

Einen Gegenstand in Veränderung - die moderne Wachstumsgesellschaft - vor Augen, zielt das Kolleg auf die Entwicklung von wissenschaftlichen Arbeitsweisen und auf eine Praxis kritischen Dialogs, mittels derer der übliche Rahmen hochgradig individualisierter oder aber projektförmig beschränkter Forschung überschritten werden kann. Fellows aus dem In- und Ausland suchen gemeinsam mit der Jenaer Kollegsgruppe nach einem Verständnis gegenwärtiger Transformationsprozesse, um soziologische Expertise in jene gesellschaftliche Frage einzubringen, die nicht nur die europäische Öffentlichkeit in den nächsten Jahren bewegen wird: Lassen sich moderne Gesellschaften auch anders stabilisieren als über wirtschaftliches Wachstum?

Projekthomepage

************************

Projekt Klassenanalyse Jena

Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Dörre
Steuerungsgruppe: Jakob Graf, Kim Lucht, John Lütten
Förderung: Rosa-Luxemburg-Stiftung

Das Projekt Klassenanalyse Jena (PKJ) ist ein übergreifender Zusammenschluss von Nachwuchswissenschaftler_innen, Studierenden und erfahreneren Wissenschaftler_innen, das sich auf analytisch-theoretischer Ebene mit Fragen aktueller Klassenanalyse und -politik auseinandersetzt. Angesiedelt am Institut für Soziologie der FSU Jena konnten im November 2018 schon erste Arbeitsthesen auf der Konferenz „Klasse neu denken“ in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung vorgestellt werden. Im Zentrum des PKJs steht die Erstellung eines Literaturberichts, von dem einzelne Kapitel und Thesen auf der nächsten Konferenz im November in Berlin vorgestellt werden. Wissenschaftlicher Austausch ist dabei ausdrücklich erwünscht und kann bei Interesse über die E-Mail-Adresse: projekt.klassenanalyse@uni-jena.de erfolgen

Projekthomepage

************************

Sozial-ökologische Widersprüche kapitalistischer Landnahme: Das Beispiel der Holz- und Wasserwirtschaft in Südchile
 
Projektleitung: Prof. Klaus Dörre, Dr. Stefan Schmalz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Johanna Sittel
Wissenschaftliche Hilfskräfte: Alexandra Willms
Förderung: DAAD
Laufzeit: 01.04.2015  - 31.12.2020
 
Dem Vorhaben liegt die Vermutung zu Grunde, dass der Widerspruch zwischen dem kapitalistischen Akkumulationszwang und ökologischem Metabolismus einerseits und die gesellschaftlichen Folgen der weltweiten ökologischen Krise (Stichwort Klimawandel) andererseits sich im globalen Süden nicht nur ungleich stärker äußern. Vielmehr werden auch hier durch "kapitalistische Landnahmen" (Dörre) sozial-ökologische Ungleichheiten produziert, die sich in sozialen Verteilungskonflikten äußern. In der postkolonialen Realität Patagoniens werden diese vor allem in der Sprache von Identität und kultureller Zugehörigkeit ausgetragen. In den letzten Jahren hat der Widerstand, vor allem seitens indigener Bevölkerungsgruppen wie den Mapuche, gegen in den Weltmarkt eingebundene Großprojekte extraktivistischer Ressourcenausbeutung in Südchile massiv an Bedeutung gewonnen. Diese Entwicklung wird im Teilprojekt anhand zweier eng miteinander verkoppelter Einzelfallstudien genauer untersucht und in die soziologische, sozialgeographische und geschichtswissenschaftliche Diskussion eingebettet. Dabei stehen die Holzwirtschaft in der Region Araucanía und die Auswirkungen wirtschaftlicher Tätigkeiten auf die Wasserversorgung in Südchile im Fokus. Insgesamt setzt sich das Projekt aus mehreren Arbeitspaketen zusammen, die mit den Projektpartnern an der Universidad de Concepicón (UdeC, Chile: Prof. Dr. Jorge Rojas (Vizedirektor)), der Universidad de Chile (UCh, Chile: Prof. Dr. Hernán Cuevas), der Universidad Católica de Temuco (UCT, Chile: Dasten Julian) und der Universidad de Buenos Aires (UBA, Argentinien: Prof. Dr. Fernando Groisman) gemeinsam bearbeitet werden. Die Arbeitspakete sehen dabei gemeinsame Workshops, Gastdozenturen, die Erarbeitung eines Joint Study Moduls, Mobilität zur Weiterqualifikation von Promovenden und Studierenden und gemeinsame Feldforschungsaktivitäten vor.

Weitere Infos zum Thematischen Netzwerk insgesamt und zum Teilprojekt unter: www.patagonia.uni-jena.de

************************

Zu den abgeschlossenen Projekten

Diese Seite teilen
Die Uni Jena in den sozialen Medien:
Ausgezeichnet studieren:
Zurück zum Seitenanfang