Forschung zu Homosexualität?

Die Holbein-Stiftung, die Universität Jena und das Engagement des Instituts für Soziologie zur Forschung zu Homosexualität

Meldung vom: 01. März 2020, 19:48 Uhr

Holbein Stiftung und die Universität Jena Foto: Holbein-Stiftung und Universität Jena

Der thüringische Jurist Dr. Hans Holbein (1864-1929) war ein Mitstreiter des Sexualreformers Magnus Hirschfeld und setzte sich zeit seines Lebens für die Abschaffung des §175 StGB ein. 1919 stiftete er der Universität Jena 20.000 Mark, um einen Lehrstuhl zur Erforschung der Homosexualität einzurichten. In seinem Testament setzte Holbein die Universität Jena überdies als Alleinerbin ein und vergrößerte die Holbein-Stiftung um 100.000 Mark. Obwohl sie die erste Stiftung angenommen hatte, schlug die Universität das Erbe nach Holbeins Tod im Jahr 1929 aus, weil, so die Begründung, die Universität ansonsten »zu einem Sammelpunkt unerwünschter Elemente würde«. Holbeins Vermächtnis wurde nie verwirklicht. Nun hat sich Anfang des Jahres eine Initiative gegründet, um Holbein zu rehabilitieren und seinem Vermächtnis gerecht zu werden. Erste Gespräche mit der Unileitung haben bereits stattgefunden.

Gemeinsam mit dem Historischen Institut waren wir als Institut sowie die Genderkommission unseres Instituts Gastgeberin einer Veranstaltung, die über die Causa Holbein informieren und einen Diskussionsraum für die Umsetzung seines Vermächtnisses öffnen soll.  An der Veranstaltung waren der Präsident der Uni Jena, Prof. Dr. Walter Rosenthal, die Schirmherrin der Initiative, die ehemalige Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht sowie die federführenden Historiker der Initiative Dr. Alexander Zinn, Ralf Dose und Prof. Dr. Rüdiger Lautmann beteiligt.

Mehr zur Veranstaltung, den Vorträgen zur Causa Holbein und seinem Vermächtnis sowie zur anschließenden Podiumsdiskussion erfahren Sie hier: Flyer der Veranstaltung [pdf, 774 kb]

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