Begrüßung und Information zum Wintersemester

Hier finden Sie ein Schreiben der Institutsdirektorin zur Begrüßung und mit Infos zum Wintersemester 2020/2021
  • Studium

Meldung vom: 02. November 2020, 15:58 Uhr

Liebe Studierende,
als Direktorin des Instituts für Soziologie möchte ich Sie im Namen aller Kolleginnen und Kollegen herzlich zum Wintersemester willkommen heißen.
Leider fällt unser Semesterstart zusammen mit rasant ansteigenden Infektionszahlen und den ab heute (02.11.20) geltenden verschärften Regelungen zur Eindämmung der Pandemie. Die Universität Jena hatte sich eigentlich für das Wintersemester für ein Hybrid-Format entschieden, das vor allem für die Erstsemester ein Studium mit Präsenz vorgesehen hat, aber auch in anderen Bereichen Präsentformate ermöglichte. Auf dieser Basis wurde auch am Institut für Soziologie ein Lehrangebot mit unterschiedlichen digitalen und präsenten Formaten geplant. Am vergangenen Freitag hat die Universität im Lichte des Infektionsgeschehens und der bundesweit beschlossenen Maßnahmen von diesem Konzept Abstand genommen. Die Lehre wird nun - von wenigen Ausnahmen abgesehen - weitgehend auf digitale Lehre umgestellt. Ausgenommen sind solche Formate, für die aus didaktischen Gründen Präsenzlehre als unabdingbar erscheint.

Stark eingeschränkte Präsenzlehre im November

Wir haben entschieden, dass dies bei uns vor allem für die "Schlüsselproblem-Seminare" im ersten Semester des Bachelor-Studiums gilt, da es uns sehr wichtig ist, dass alle Studienanfänger*innen im BA einen Ort haben, an dem Sie Kommiliton*innen und Kommilitonen kennenlernen können sowie eine Dozentin/einen Dozenten, der/die für Fragen und Gespräche in diesem in jeder Hinsicht ungewöhnlichen Semester zur Verfügung steht. Alle anderen Seminare, die bis Freitag als Präsenzseminare vorgesehen waren (das betrifft v.a. die Theorie-Seminare im Modul BASOZ 21 und BASOZ 22) im BA-Studium sowie verschiedene Seminare in der Methodenausbildung im BA und MA), starten im November digital, können aber - je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens und der allgemeinen Maßnahmen - nach nochmaliger Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt im Semester ggf. in das Präsenzformat wechseln. Ausnahmen bilden quantitativen Methodenkurse, die zur Vermittlung von Stata als Laborpraktika im Methodenlabor in Präsenz durchgeführt werden. Auch die Tutorien werden (mindestens) für November auf Online-Formate umgestellt, eine Ausnahme bilden auch hier die Methoden-Tutorien, die in Präsenz beginnen. Wenn Sie Rückfragen zu den Seminarformaten und weiteren Planungen haben, zögern Sie bitte nicht, sich per Email an die jeweiligen Dozierenden zu wenden.

Erfahrungen aus dem digitalen Sommersemester

Die digitale Lehre, wie wir sie im Sommersemester bereits erprobt haben, ist mit Herausforderungen für alle Beteiligten verbunden und sie kann - da sind sich wohl alle einig - das gemeinsame Gespräch, die Seminardiskussion und die Kommunikation rund um ein Präsenzseminar nicht ersetzen. Anders als im Sommersemester haben wir nun aber den Vorteil, dass wir alle nicht nur technisch erfahrener mit den digitalen Formaten sind, sondern dass sich auch gezeigt hat, welche Formate und Tools besser funktionieren als andere. Auch wissen wir inzwischen, dass Seminare regelmäßig 'synchron' als Videokonferenz abgehalten werden können, ohne dass die komplette digitale Infrastruktur der Universität zusammenbricht; das war zu Beginn des Sommersemesters noch nicht einzuschätzen. Neben der universitätsweiten Evaluierung der Lehre im Sommersemester haben wir zudem eine eigene Befragung am Institut für Soziologie durchgeführt sowie alle Studierenden um Erfahrungsberichte zum Ausnahmesemester gebeten, die neben den Erfahrungen mit der Lehre auch die darüber hinausgehenden Bedingungen des Studierendenlebens mit bzw. unter Pandemie-Bedingungen umfassen. Wir wissen, dass viele von Ihnen ihre Nebenjobs verloren haben, dass sich die Wohnsituation unter den aktuellen Bedingungen oft als problematisch erweist und wie schwierig es ist, wenn sich der gesamte Studierenden-Alltag plötzlich auf wenigen Quadratmetern abspielt, ohne Ausweichmöglichkeiten in Bibliotheken, Seminarräume oder Cafés. Wir wissen aus den Evaluationen und Ihren Rückmeldungen aber auch, dass es auch gute Seiten in der digitalen Lehre gegeben hat bzw. gibt (z.B. größere Flexibilität, intensivere Auseinandersetzung mit Texten und Argumenten durch verschriftlichte Formate etc.), auf die wir für das kommende Semester aufbauen können. Wir haben die Ergebnisse der Evaluationen zum Sommersemester sowie eine Auswahl von Erfahrungsberichten für Sie auf unserer Homepage zusammengestellt:
https://www.soziologie.uni-jena.de/studium/studieren+in+coronazeiten

Als Institut haben wir aus diesen Erfahrungen v.a. zwei Schlüsse gezogen, die Ihre Lehrveranstaltungen im Wintersemester betreffen: In ALLEN digitalen Seminaren wird es - bei aller Heterogenität der konkreten Formate - mindestens drei 'synchrone' Sitzungen als Videokonferenzen in der gesamten Gruppe geben und zwar zu Beginn des Semesters nach dem ersten Drittel (um das gewählte Format gemeinsam besprechen und zwischenevaluieren zu können) sowie zum Ende des Semesters. Dies ist nur das definierte Minimum, in vielen Seminaren werden sie regelmäßig gemeinsame Sitzungen und Kleingruppen-Sessions haben. Denn eines ist in allen Evaluationen und Erfahrungsberichten klar geworden: Es gibt ein großes Bedürfnis nach direktem Austausch und Debatte, dem wir damit entsprechen wollen; zugleich wollen wir auch den positiven Aspekten der digitalen Lehre, v.a. der höheren Flexibilität und der größeren Bedeutung schriftlicher Ausformulierungen ihren Raum lassen. Die zweite Konsequenz ist, dass wir Ihnen auch in den digitalen Seminaren analoge, corona-kompatible Treffen in kleinen Gruppen ermöglichen wollen, z.B. durch Arbeit in Kleingruppen, die beim gemeinsamen Spaziergang eine Frage zum Seminartext diskutieren.

Forschungskolloquien des Instituts

Unser Institut lebt von einer lebhaften Debattenkultur und gemeinsamen Diskussionen von Lehrenden und Studierenden. Orte, an denen dies stattfindet, sind die Forschungskolloquien an verschiedenen Arbeitsbereichen des Instituts. In den Kolloquien können Sie Vorträge von Kolleg*innen anderer Universitäten oder aus der Praxis hören, wir präsentieren dort unsere eigene Forschung oder stellen aktuelle Texte zur Diskussion. Die Kolloquien sind öffentlich und offen für alle Interessierten und finden in diesem Semester größtenteils als hybride Formate mit digitalen und Präsenz-Sitzungen statt; für den November wurden aber auch hier - entsprechend der aktuellen Maßnahmen - alle Veranstaltungen auf digital umgestellt. In diesem Wintersemester werden vier Forschungskolloquien angeboten, die Sie quasi durch die Woche begleiten: Montags von 18-20 Uhr findet das Kolloquium des Arbeitsbereichs "Politische Soziologie" statt, mit einem Schwerpunkt auf Analysen zur Corona-Krise sowie zu Rassismus und Rassismuskritik (https://www.soziologie.uni-jena.de/arbeitsbereiche/politische+soziologie/forschungskolloquium+politische+soziologie). Dienstags von 18-20 Uhr können Sie das Kolloquium des Arbeitsbereichs "Qualitative Methoden und Mikrosoziologie" besuchen, mit dem Semesterthema "Von Ost/West, von Körpern, Care, Gewalt und Flucht - den (un)gleichen Geschlechter-Position(ierung)en auf der Spur" (https://www.soziologie.uni-jena.de/arbeitsbereiche/politische+soziologie/forschungskolloquium+politische+soziologie). Am Mittwoch von 18-20 Uhr folgt das "Jena Social Theory Colloquium" des Arbeitsbereichs Allgemeine und theoretische Soziologie (https://www.soziologie.uni-jena.de/arbeitsbereiche/allgemeine+und+theoretische+soziologie/forschungskolloquium). Und am Donnerstag haben Sie von 18-21 Uhr schließlich Gelegenheit das Kolloquium des Arbeitsbereichs Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie zu besuchen, das in diesem Semester unter dem Ober-Thema "Sozial-ökologische Transformationskonflikte – Theorie, Zeitdiagnose, Fallbeispiele" steht (https://www.soziologie.uni-jena.de/arbeitsbereiche/arbeits-_+industrie-+und+wirtschaftssoziologie/forschungskolloquium). Auf den Webseiten der Arbeitsbereiche finden Sie Hinweise zum digitalen Zugang bzw. zu den Anmeldemodalitäten bei Präsenzsitzungen (die Anmeldung ist dem Umstand geschuldet, dass pandemiebedingt die Platzzahl begrenzt ist).

Einladung zur digitalen Begrüßung der Erstsemester-Studierenden

Last but not least lade ich alle, die in diesem Semester ihr Studium im Bachelor oder Master bei uns beginnen (oder im Sommersemester begonnen haben), herzlich zur Vorstellung des Instituts und der insgesamt neun Arbeitsbereiche ein. Auch diese Veranstaltung wird digital stattfinden und zwar am Montag, den 9. November von 18:15 bis ca. 20:30 Uhr: Hier haben Sie Gelegenheit, die Arbeitsbereiche und die jeweiligen Professor*innen kennenzulernen sowie in einer offenen Austauschrunde alle Fragen zum Studium bei uns am Institut für Soziologie loszuwerden; natürlich gibt es auch hier die Gelegenheit, über die derzeit ungewöhnlichen Bedingungen des Studiums zu sprechen.
Unter folgendem Link können Sie an der Veranstaltung teilnehmen:
Thema: Vorstellung des Instituts - Infoabend für Erstsemester Zoom-Meeting beitreten
https://uni-jena-de.zoom.us/j/98922925092
Meeting-ID: 989 2292 5092
Kenncode: 211591

Ich wünsche Ihnen nun trotz dieser widrigen Umstände einen möglichst guten Semesterstart und möchte Sie nochmals ermutigen, sich mit Fragen und Anliegen zu Ihrem Studium an Ihre jeweiligen Dozierenden, an den Geschäftsführer unseres Instituts Dr. Erik Hirsch (erik.hirsch@uni-jena.de) oder an mich (silke.vandyk@uni-jena.de) zu wenden.

Mit herzlichen Grüßen im Namen aller Kolleg*innen,
Silke van Dyk

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