Forschung

DFG-Kolleg-Forscherguppe Postwachstumsgesellschaften: "Landnahme, Beschleunigung, Aktivierung, Dynamik und (De-)Stabilisierung moderner Wachstumsgesellschaften"

Antragsteller:
Prof. Dr. Klaus Dörre, Prof. Dr. Stephan Lessenich, Prof. Dr. Hartmut Rosa
Geschäftsführung:
Dr. Karina Becker (Geschäftsführerin)
Ilka Scheibe (Sekretariat)
Christine Schickert (Öffentlichkeitsarbeit)
Kathy Kursawe (Mitarbeiterin)
Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen: Dr. Dennis Eversberg; Steffen Liebig M.A.; Hanna Ketterer, MPhil

Wissenschaftliche Hilfskräfte: Anna Mehlis B.A.; Henning Rogall; Alexander Lariviere, B.A.

Förderung: DFG
Laufzeit: Oktober 2011 - September 2019

Einen Gegenstand in Veränderung - die moderne Wachstumsgesellschaft - vor Augen, zielt das Kolleg auf die Entwicklung von wissenschaftlichen Arbeitsweisen und auf eine Praxis kritischen Dialogs, mittels derer der übliche Rahmen hochgradig individualisierter oder aber projektförmig beschränkter Forschung überschritten werden kann. Fellows aus dem In- und Ausland suchen gemeinsam mit der Jenaer Kollegsgruppe nach einem Verständnis gegenwärtiger Transformationsprozesse, um soziologische Expertise in jene gesellschaftliche Frage einzubringen, die nicht nur die europäische Öffentlichkeit in den nächsten Jahren bewegen wird: Lassen sich moderne Gesellschaften auch anders stabilisieren als über wirtschaftliches Wachstum?

************************

Verbundprojekt: Neue Konturen von Produktion und Arbeit. Verstetigung des interdisziplinären Zentrums für IT-basierte qualitative arbeitssoziologische Forschung (eLabour II). 
Teilprojekt: Sekundäranalyse "Betriebsrätehandeln und gewerkschaftliche Erneuerung" und Mitarbeit am Aufbau des Zentrums

Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Dörre
Wissenschaftliche Mitarbeiter: Jakob Köster
Wissenschaftliche Hilfskräfte: Amani Ashour, Lena Hinderberger, Tino Pfaff

Förderung: BMBF
Laufzeit: 01.10.2018 - 30.09.2020

Im Rahmen dieses Verbundprojektes mehrerer soziologischer und informationswissenschaftlicher Institute wurde in der ersten Förderphase ein interdisziplinäres Zentrum für IT-basierte qualitative Forschung in der Arbeitssoziologie (eLabour) aufgebaut und eine Forschungsdateninfrastruktur für qualitative Daten entwickelt und in Sekundäranalyseprojekten erprobt. In der zweiten Förderphase wird diese in den Regelbetrieb überführt, ausgebaut, laufend weitere qualitative Forschungsdaten integriert und das Zentrum für externe WissenschaftlerInnen geöffnet. Gleichzeitig werden die IT-basierten Prozesse und Werkzeuge für Datenmanagement und Datenschutz erweitert und verbessert, sowie arbeitssoziologische Sekundäranalyseprojekte durchgeführt und unterstützt. Ziel ist ein Kompetenzzentrum mit Beratungs- und Serviceangebot und ein professionelles qualitatives Forschungsdatenmanagement, das sich an unterschiedliche Nutzergruppen mit jeweils spezifischen Interessen richtet. Weitere Informationen finden sich unter www.elabour.de.

Ziel des Jenaer Teilprojektes ist es, bestehende Befunde zur Verbetrieblichung der industriellen Beziehungen und der gewerkschaftlichen Erneuerung einer historisierenden Re-Analyse zu unterziehen und zu überprüfen. Dabei wird die Re- bzw. Sekundäranalyse von zwei bestehenden Studien mit einer Nacherhebung in geringem Umfang verbunden.

************************

GAP - Gesunde Arbeit in Pionierbranchen
 
Projektleitung: Prof. Klaus Dörre, Thomas Engel
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Martin Ehrlich, Manfred Füchtenkötter
Wissenschaftliche Hilfskräfte: Lena Grebenstein, Walid Ibrahim, Laura Künzel
Förderung: BMBF
Laufzeit: 01.01.2016  - 30.04.2019 
 
Im Verbundprojekt "GAP - Gesunde Arbeit in Pionierbranchen" werden Instrumente für einen wirksamen betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz entwickelt. Dazu kooperieren Forschungseinrichtungen, Unternehmen & Technologienetzwerke an drei Standorten miteinander. Sie repräsentieren jeweils die Pionierbranchen Photonik, Halbleitertechnik und Windenergie. Der technologische und der demographische Wandel bestimmen in den nächsten Jahren die Rahmenbedingungen für das unternehmerische und arbeitspolitische Handeln in diesen Branchen. Deshalb liegt der Fokus auf der Gestaltung von Arbeit im Zuge von Digitalisierung und Vernetzung betrieblicher Prozesse, die aktuell als Industrie 4.0 diskutiert werden. Innerhalb von drei Jahren werden verschiedene Praxisansätze entwickelt, getestet und zur breiteren Nutzung vorbereitet. (Pressemitteilung)

Projekthomepage
Ergebnisse des Projekts

Verbundkoordination: Friedrich-Schiller-Universität Jena/Institut für Soziologie

Hochschulpartner: TU Dresden/Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald/LS: Gesundheit & Prävention, Ernst-     
Abbe-Hochschule Jena/FB: Wirtschaftsingenieurwesen

Praxispartner: OptoNet e.V. - Photoniknetzwerk Thüringen (Jena), Silicon Saxony Management GmbH (Dresden), POG - Präzisionsoptik Gera GmbH, Fabmatics GmbH Dresden u.a. 

************************

Arbeitsnehmerperspektiven auf die Konversionschancen der Automobilindustrie in Ostdeutschland (KonvAT)

Projektleitung: Prof. Klaus Dörre
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Madeleine Holzschuh

Förderung: Stiftung zur Förderung arbeitsmarktpolitischer Vorhaben in den Neuen Ländern (OBS)
Laufzeit: 16.04.2018  - 31.07.2019

Das Projekt KonvAT widmet sich den Transformations- und Konversionsperspektiven in der Thüringer Automobilzulieferindustrie. Dabei wird danach gefragt, welche aus Perspektive von Beschäftigten und Interessenvertretungen die zentralen Herausforderungen für die Autoindustrie darstellen und wie ihnen begegnet werden kann. Primär aus Arbeitnehmendenperspektive soll ermittelt werden, wie einerseits kurzfristige, aus technologischen Dynamiken resultierende Qualifikations- und Kompetenzanforderungen bearbeitet werden können. Zugleich geht es aber auch schon jetzt darum, umfassendere Konversionsoptionen greifbar zu machen. Zu klären ist auch, welche arbeitspolitischen Probleme damit verbunden sind, das heißt, welche Widersprüche, aber auch Gemeinsamkeiten zu den Vorstellungen der Arbeitgeber und des Managements bestehen. Darüber hinaus interessiert im Projektkontext, welche Anforderungen an eine gelingende Industriepolitik formuliert werden können, damit der Transformations- und Konversionsprozess in Thüringen erfolgreich bewältigt werden kann.

************************

Projekt Klassenanalyse Jena

Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Dörre
Steuerungsgruppe: Jakob Graf, Kim Lucht, John Lütten
Wissenschaftliche Hilfskraft: Armin Szauer
Förderung: Rosa-Luxemburg-Stiftung

Das Projekt Klassenanalyse Jena (PKJ) ist ein übergreifender Zusammenschluss von Nachwuchswissenschaftler_innen, Studierenden und erfahreneren Wissenschaftler_innen, das sich auf analytisch-theoretischer Ebene mit Fragen aktueller Klassenanalyse und -politik auseinandersetzt. Angesiedelt am Institut für Soziologie der FSU Jena konnten im November 2018 schon erste Arbeitsthesen auf der Konferenz „Klasse neu denken“ in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung vorgestellt werden. Im Zentrum des PKJs steht die Erstellung eines Literaturberichts, von dem einzelne Kapitel und Thesen auf der nächsten Konferenz im November in Berlin vorgestellt werden. Wissenschaftlicher Austausch ist dabei ausdrücklich erwünscht und kann bei Interesse über die E-Mail-Adresse: projekt.klassenanalyse@uni-jena.de erfolgen

Projekthomepage

************************

Sozial-ökologische Widersprüche kapitalistischer Landnahme: Das Beispiel der Holz- und Wasserwirtschaft in Südchile
 
Projektleitung: Prof. Klaus Dörre, Dr. Stefan Schmalz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Johanna Sittel
Wissenschaftliche Hilfskräfte: Alexandra Willms
Förderung: DAAD
Laufzeit: 01.04.2015  - 31.12.2019
 
Dem Vorhaben liegt die Vermutung zu Grunde, dass der Widerspruch zwischen dem kapitalistischen Akkumulationszwang und ökologischem Metabolismus einerseits und die gesellschaftlichen Folgen der weltweiten ökologischen Krise (Stichwort Klimawandel) andererseits sich im globalen Süden nicht nur ungleich stärker äußern. Vielmehr werden auch hier durch "kapitalistische Landnahmen" (Dörre) sozial-ökologische Ungleichheiten produziert, die sich in sozialen Verteilungskonflikten äußern. In der postkolonialen Realität Patagoniens werden diese vor allem in der Sprache von Identität und kultureller Zugehörigkeit ausgetragen. In den letzten Jahren hat der Widerstand, vor allem seitens indigener Bevölkerungsgruppen wie den Mapuche, gegen in den Weltmarkt eingebundene Großprojekte extraktivistischer Ressourcenausbeutung in Südchile massiv an Bedeutung gewonnen. Diese Entwicklung wird im Teilprojekt anhand zweier eng miteinander verkoppelter Einzelfallstudien genauer untersucht und in die soziologische, sozialgeographische und geschichtswissenschaftliche Diskussion eingebettet. Dabei stehen die Holzwirtschaft in der Region Araucanía und die Auswirkungen wirtschaftlicher Tätigkeiten auf die Wasserversorgung in Südchile im Fokus. Insgesamt setzt sich das Projekt aus mehreren Arbeitspaketen zusammen, die mit den Projektpartnern an der Universidad de Concepicón (UdeC, Chile: Prof. Dr. Jorge Rojas (Vizedirektor)), der Universidad de Chile (UCh, Chile: Prof. Dr. Hernán Cuevas), der Universidad Católica de Temuco (UCT, Chile: Dasten Julian) und der Universidad de Buenos Aires (UBA, Argentinien: Prof. Dr. Fernando Groisman) gemeinsam bearbeitet werden. Die Arbeitspakete sehen dabei gemeinsame Workshops, Gastdozenturen, die Erarbeitung eines Joint Study Moduls, Mobilität zur Weiterqualifikation von Promovenden und Studierenden und gemeinsame Feldforschungsaktivitäten vor.

Weitere Infos zum Thematischen Netzwerk insgesamt und zum Teilprojekt unter: www.patagonia.uni-jena.de

Weitere Inhalte am Arbeitsbereich Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie

Diese Seite teilen
Die Uni Jena in den sozialen Medien:
Ausgezeichnet studieren:
  • Logo der Initiative "Total E-Quality"
  • Logo des Best Practice-Club "Familie in der Hochschule"
  • Logo des Projekts "Partnerhochschule des Spitzensports"
  • Qualitätssiegel der Stiftung Akkreditierungsrat - System akkreditiert
Zurück zum Seitenanfang