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Arbeit neu denken

In den 1980er Jahren behaupteten Sozialwissenschaftler, der Arbeitsgesellschaft gehe die Arbeit aus. Tatsächlich haben sich Erwerbs- wie Reproduktionsarbeit während der zurückliegenden Jahrzehnte dramatisch verändert. Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse sind auch in den entwickelten Ländern Europas für große soziale Gruppen unsicher, heikel und somit prekär geworden. Dennoch hat Erwerbsarbeit weder objektiv noch subjektiv an Bedeutung verloren. Im Gegenteil, Arbeits- und Verteilungskonflikte gewinnen wieder an Intensität. Dennoch verfügen die klassischen Akteure - etwa Gewerkschaften oder politische Parteien, die aus Arbeiterbewegungen hervorgegangen sind - gegenwärtig nicht über eine Sprache, um die neuen Verwerfungen angemessen zu thematisieren. Dies deutet auf einen tiefgreifenden Funktionswandel von (Erwerbs-)Arbeit, organisierten Arbeitsinteressen und sozialen Konflikten hin, der auch in der soziologischen Forschung noch nicht zureichend reflektiert wird. Offenkundig ist es notwendig, über Arbeit - den Arbeitsbegriff, den sozialen Konflikt und deren Implikationen - neu nachzudenken.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Sonderforschungsbereich 580 der Universitäten Jena und Halle-Wittenberg (SFB 580) und dem BMBF-Forschungsverbund Externe Flexibilität und interne Stabilität im Wertschöpfungssystem Automobil (EFIS) durchgeführt.


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Pressemeldungen:

Günther Platzdasch in LinksNet.de