Öffentliche Sozialisation (Kinderheime und Pflegefamilien), Verfahren der qualitativen Sozialforschung, Wissenssoziologische Analyse von Kooperationsformen von Professionellen und Laien in erziehungswissenschaftlichen Tätigkeitsfeldern, Entwicklung von bildungsbezogenen Qualitätskriterien und Dokumentationsverfahren für pädagogische Einrichtungen.
Geboren am 24. Juni 1959 in Neuenstadt a. K. (Baden Württemberg), verheiratet mit Martina Gehres, drei Kinder (27, 23 und 17 Jahre alt).
Studium der Soziologie, Psychologie und Politischen Wissenschaft an den Universitäten Frankfurt a. M. und an der FU Berlin. Promotion 1995 über Wirkungen von Heimerziehung.
Seit 1990 Mitarbeiter in diversen Forschungsprojekten zu Themen aus den Bereichen Sozialisation, Jugendhilfe, Soziale Integration und Professionalisierung (u.a. bei Prof. Martin Kohli an der FU Berlin).
Zwischen 2001 und 2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter in zwei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekten über die Sozialisation, Identitätsbildung und Genese von sozialisatorischen Kernkompetenzen bei Pflegekindern (Leitung Prof. Bruno Hildenbrand).
Zwischen 2004 und 2006 Vertretungsprofessur (vier Semester) an der Hochschule Neubrandenburg.
Freiberufliche Tätigkeit als Berater von Jugendämtern und Freien Trägern der Jugendhilfe und Lehrbeauftragter 2007.
Seit 1.4. 2008
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt „Verfachlichung alltäglicher
Lebenspraxis in sozialisatorischen Handlungsfeldern außerhalb von Familien:
Zerstörung alltäglicher Lebenspraxis oder Eröffnung neuer Optionen?“ (Leitung
Prof. Bruno Hildenbrand).
In diesem Semester wird keine Lehrveranstaltung angeboten
WS
2007/2008 Hauptseminar „Ethnografische Konzepte in der Sozialforschung“
SoSe
2007 und WS 2007/2008 „Lehrforschungsprojekt zusammen mit Frau Dr. Dorett
Funcke „Gleichgeschlechtliche Pflegeeltern. Sozialisatorische Chancen und
Risiken einer besonderen Triade“
SoSe
2006 Hauptseminar „Doppelte Elternschaft und Identitätsbildung“
WS 2005/2006 Hauptseminar „Soziale Integration im öffentlichen Kontext“
Jeweils Wissenschaftlicher Mitarbeiter in folgenden Projekten:
Ständige Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs (FNK) der FU Berlin: Pilotprojekt „Wirkungen und biografische Bedeutung öffentlicher Erziehungshilfeprozesse“ (Laufzeit sechs Monate, 1998-1999; Projektleitung Prof. Dr. Martin Kohl, FU Berlin)
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): Identitätsbildung unter den Bedingungen öffentlicher Sozialisation (Laufzeit zwei Jahre, 2001-2003; Projektleitung Prof. Dr. Bruno Hildenbrand, Uni Jena)
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): Die Genese von sozialisatorischen Kompetenzen in der Pflegefamilie: Salutogenese und Resilienz (Laufzeit ein Jahr, 2004-2005; Prof. Dr. Bruno Hildenbrand, Uni Jena)
Deutsche
Forschungsgemeinschaft (DFG): Verfachlichung alltäglicher Lebenspraxis in
sozialisatorischen Handlungsfeldern außerhalb von Familien: Zerstörung
alltäglicher Lebenspraxis oder Eröffnung neuer Optionen? (Laufzeit zwei Jahre,
2008-2010; Projektleitung Prof. Dr. Bruno Hildenbrand, Uni Jena)
Monographien und Herausgeberschaften
Identitätsbildung und Lebensverläufe bei Pflegekindern. Gemeinsam mit Prof. Dr. Bruno Hildenbrand. Wiesbaden, VS-Verlag für Sozialwissenschaften, 24. April 2008.
Das
zweite Zuhause. Institutionelle Einflüsse, Lebensgeschichte und
Persönlichkeitsentwicklung von dreißig ehemaligen Heimkindern. Opladen, Leske +
Budrich 1997. (Reihe Focus Soziale Arbeit - Materialien 2).
Zeitschriften
Sozialisation, biografische Entwicklungen und das Jugendhilfesystem. Ein Bericht über Forschungen zur öffentlichen Sozialisation. Sozialwissenschaftliche Literatur-Rundschau (SLR), Heft 1 (Jg.30), 2007, 59-74.
Scheitern von Pflegeverhältnissen – Ein Klärungsversuch zur Sozialisation in Pflegefamilien: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, Heft 1 (Jg. 27), 2007, 73-87.
Die Bedeutung der Pflegeeltern für die Entwicklung des Pflegekindes. Erkenntnisse aus einer empirischen Studie. Beitrag in einem Sammelband zum Tag der Forschung 2006 an der Hochschule Neubrandenburg. Hauseigene Veröffentlichung, 2006, 18-27.
Jenseits von Ersatz und Ergänzung: Die Pflegefamilie als eine andere Familie. In: Zeitschrift für Sozialpädagogik, Heft 3 (Jg.3), 2005, 246-271.
Forschungsnotizen: Bedingungen öffentlicher Erziehungshilfe am Beispiel des Sozialisationsmilieus Pflegefamilie. In: Forum Erziehungshilfen, Heft 1, 2004, 36-38.
Mitarbeiter-Rolle: Beziehungen versus Arrangeur. In: EREV (Evangelischer Erziehungsverband e. V. ): Arbeit in den Erziehungshilfen. Standpunkte und Perspektiven aus Sicht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hannover, Schriftenreihe 4/2003, 7-25.
Komplexität als Qualitätsmerkmal. Neuere Studien zur Sozialisation in Heim und Pflegefamilie. Literaturbericht in der Sozialwissenschaftlichen Literatur Rundschau, Heft 46 (SLR 46), (Jg. 26), 2003, 5-19.
Die biografische und die strukturelle Perspektive. Identitätsentwicklung von Pflegekindern in großstädtischen Pflegefamilien. In: HEZ Heim und Erzieher Zeitschrift, Heft 1 (ohne Jg.), 2003, 27-32.
Aufwachsen in Pflegefamilien – Ein Forschungsprojekt zur Identitätsbildung und biografischen Entwicklung von Pflegekindern. In: Paten (Fachzeitschrift rund ums Pflegekind und Adoptivkind), Heft 4 (Jg. 19), 2002, 28-32 und in der Zeitschrift Familien für Kinder, Heft 2, 2002, 5-11 mit Bruno Hildenbrand als Koautor.
Sozialisationsorientierte Perspektiven für die Entwicklung der öffentlichen Erziehungshilfe (Rezensionsaufsatz). In: Sozialwissenschaftliche Literatur Rundschau, Heft 42 (Jg. 24), 2001, 19-36.
Möglichkeiten und Grenzen interdisziplinärer Kooperationsformen bei der Frühförderung. - Einige Ergebnisse einer empirischen Studie. (Zusammen mit Mechthild Siegler und Bernd Müller vom ISA Oranienburg). In: Gemeinsam leben, Heft 1 (Jg. 9), 2001, 21-24.Bitte ausfüllen
Wirkungen von Heimunterbringung. Klientenorientierte Evaluationsforschung als ein wesentlicher Beitrag zur Qualitätssicherung der Sozialen Dienste. In: Neue Praxis, Heft 2 (Jg. 27), 1997, 176-181.
„Das Heim in biographischen Reflexionen“. Einige
Ergebnisse einer empirischen Untersuchung. In: HEZ Heim und Erzieher
Zeitschrift, Heft 3 (ohne Jg.), 1997, 21-28.
Buchbeiträge
Öffentliche Sozialisation – Ein Beitrag zur Entwicklung einer Theorie der Identitätsbildung und gelingender Lebenspraxis unter den Bedingungen öffentlicher Erziehungshilfe am Beispiel des Sozialisationsmilieus Pflegefamilie (zusammen mit Prof. Bruno Hildenbrand). In: Ernst Engelke; Konrad Maier; Erika Steinert, Stefan Borrmann und Christian Spatscheck (alle Herausgeber): Forschung für die Praxis. Zum gegenwärtigen Stand der Sozialarbeitsforschung. Freiburg im Breisgau, Lambertus, 2007.
Mitgied der Deutschen Gesellschaft für Soziologe