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Hier finden Sie eine Übersicht der aktuellen Neuerscheinungen.

 Hiß_Nagel 2012 Hiß, Stefanie/ Nagel, Sebastian (2012): Ratingagenturen zwischen Krise und Regulierung. Baden-Baden, Nomos.

Abstract:
Anstatt vor Krisen zu warnen, sind die Ratingagenturen in den letzten Jahren selbst in die Krise geraten. Von der Asienkrise 1997 über den Enron-Skandal 2001 bis zur Subprime-Krise 2007 und der gegenwärtigen Euro-Krise: stets sehen sich die Agenturen mit dem Vorwurf konfrontiert, die drohende Krise nicht rechtzeitig erkannt, durch ihre Ratingurteile verschärft oder durch Fehleinschätzungen sogar verursacht zu haben. Insbesondere seit der Subprime-Krise werden die Agenturen daher mit immer neuen Regulierungsvorschlägen und Regulierungen konfrontiert.

Hiß und Nagel beleuchten die Rolle der Ratingagenturen auf den Finanzmärkten aus wirtschaftssoziologischer Perspektive, erläutern ihr Versagen vor allem in der Subprime-Krise und diskutieren die zahlreichen Regulierungsversuche in den USA und der Europäischen Union. Dabei zeigen sie zum einen, dass Regulierung allein die Probleme nicht lösen wird und weitere Krisen zu erwarten sind. Zum anderen zeichnen sie den durch die Regulierung ausgelösten institutionellen Wandel nach, der die Ratingagenturen in ihrem Kern verändern wird.

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 Hiß 2011 in Engels_Knoll

Hiß, Stefanie (2012): Konfligierende Rationalitäten - wie Nachhaltigkeit die Rationalitätsordnung des Finanzmarktes irritiert. In: Engels, Anita/ Knoll, Lisa (Hg.): Wirtschaftliche Rationalität: Soziologische Perspektiven. Wiesbaden, SpringerVS: 85-107.

Abstract:
Als Konsequenz aus den Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise wird weltweit die Rationalitätsordnung des Finanzmarkts auf den Prüfstand gestellt. Die bis dato als anderen Rationalitätsformen überlegen erachtete spezifische Finanzmarktrationalität (Kädtler 2009) hat ihren umfassenden Geltungsanspruch eingebüßt. Ihre Infragestellung spiegelt sich u.a. in der Diskussion um alternative Geschäftsmodelle wider, die auf andere Rationalitätsordnungen zurückgreifen.

Eine solche neue Begründungsordnung bietet das wachsende Segment eines nachhaltigen Finanzmarkts: Bei gesellschaftlich verantwortlichem Investieren finden auch nicht-finanzielle Kriterien - wie etwa soziale, ökologische oder ethische - bei der Anlageentscheidung Berücksichtigung. Die in der Praxis vorzufindende Spannbreite reicht dabei von Greenwashing (kosmetischer Berücksichtigung nicht-finanzieller Kriterien, die die etablierte Finanzmarktrationalität kaum irritiert) bis hin zur Anwendung des Nachhaltigkeitsgedankens auf die gesamte Unternehmung mit allen damit zusammenhängenden Aktivitäten. So findet beispielsweise bei einigen alternativen Banken in Deutschland die Idee der Nachhaltigkeit nicht nur auf einzelne Anlageprodukte im Verkauf Anwendung, sondern betrifft auch innerorganisational die bankeigene Anlage der Eigenkapitalrücklagen, das Interbankengeschäft oder die Führung der MitarbeiterInnen.

Der Beitrag geht der Frage nach, inwieweit die Idee der Nachhaltigkeit innerhalb von Banken (sowohl konventionellen als auch nachhaltigen) und bei der Vergabe von Mikrokrediten die etablierte Rationalitätsordnung des Finanzmarkts irritiert bzw. unter welchen Bedingungen Rationalitätsordnungen stabil bleiben oder zum Wandel neigen.

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 Hiß 2011_Berliner Journal

Hiß, Stefanie/ Rona-Tas, Akos (2011): Wie entstehen Preise? Zur Lösung des Bewertungsproblems auf dem Markt für Ratingurteile strukturierter Finanzprodukte. In: Berliner Journal für Soziologie 21(4): 469-494.

Abstract:
Wie entstehen Preise? Aus der Perspektive der wirtschaftswissenschaftlichen Preistheorie sind Preise das Ergebnis von Angebot und Nachfrage, aus Sicht der Wirtschaftssoziologie resultieren sie aus der Einbettung von Markttransaktionen in Institutionen, Netzwerken oder kulturellen Deutungsmustern. Um zu einem Preis zu gelangen, muss der Wert eines Gutes in einen ökonomischen Wert, d. h. einen Preis, transformiert werden. Der Beitrag untersucht den Transformationsprozess von Werten zu Preisen auf dem Markt für Ratingurteile strukturierter Finanzprodukte. Dabei wird der abstrakte Wert "Kreditwürdigkeit" mithilfe kalkulativer Praktiken in ein konkretes Ratingurteil verwandelt, das die Kosten für die Aufnahme von Krediten determiniert. Wie die Subprime-Krise gezeigt hat, ist es den für diesen Übersetzungsvorgang zuständigen Kreditauskunfteien und Ratingagenturen nicht gelungen, den Preis an den ihm zugrunde liegenden Wert anzunähern. Das Auseinanderfallen von Wert und Preis wird in dem Artikel als "Raum des Sozialen" beschrieben, in dem die Preisbildung von sozialen Faktoren beeinflusst wird, die zu einer Verzerrung der Preise und damit zu einem Zusammenbruch des Marktes führen konnten.

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 Hiß_Kunzelmann 2011

Hiß, Stefanie/ Kunzlmann, Jakob (2011): Nachhaltigkeitsaccounting - Initiativen zur Integration von Nachhaltigkeit in den Geschäftsbericht. In: Gisela Burckhardt (Hg.): Mythos CSR: Unternehmensverantwortung und Regulierungslücken. Bonn, Horlemann Verlag: 200-204. 

Abstract:
Die fehlende Standardisierung der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen führte in den letzten Jahren zur Initiierung mehrerer Initiativen mit dem Ziel der Integration von unternehmerischen Nachhaltigkeitsaspekten in die Geschäftsberichte. Insbesondere die Informationsinteressen der Finanzmärkte sind Treiber dieser Entwicklung. Der vorliegende Beitrag problematisiert die damit einhergehende Reduktion von Nachhaltigkeit über Key Performance Indikatoren (KPIs) und stellt mit "Integrated Reporting" eine noch junge Initiative vor, die durch eine integrierte Berichterstattung zu einem besseren Verständnis der Wechselwirkungen von finanziellen und nicht-finanziellen Informationen bei der Unternehmensbewertung beitragen will.

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    Buchcover Worth of Goods Rona-Tas, Akos/ Hiss, Stefanie (2011): Forecasting as Valuation: The Role of Ratings and Predictions in the Subprime Mortgage Crisis in the US. In: Beckert, Jens/ Aspers, Patrik: The Worth of Goods. Valuation and Pricing in the Economy. Oxford, Oxford University Press: 223-246.

Abstract:
The subprime mortgage crisis that developed in the United States became the trigger for the deepest recession in US history since the Great Depression. It had a devastating impact on the entire global financial system. The crash of the US mortgage market was a massive breakdown of valuation and price setting, since mortgage debt had been grossly mispriced by credit rating intermediaries. First, consumer credit ratings from credit bureaus misrepresented the creditworthiness of borrowers. Then, corporate credit rating agencies miscalculated the probability of default of structured finance products. We frame the forecasting activities of consumer and corporate rating agencies as price anchoring on credit markets. The credit bureau scores and rating agency ratings, which attempted to approximate the underlying "real" value of debt as closely as possible by forecasting its future performance, set an anchor for prices. Because scoring and rating were price anchoring mechanisms, and credit bureaus and rating agencies acted as market enablers, we interpret the market failure of the subprime mortgage market as a social process.
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     hernsteiner Hiß, Stefanie (2011): Der Finanzmarkt als Adressat unternehmerischen Werte- und Nachhaltigkeitsmanagements. Hernsteiner 02/11: 11-13.

Abstract:
Unternehmerisches Werte- und Nachhaltigkeitsmanagement richtet sich nicht nur an die allgemeine Öffentlichkeit. Auch auf dem Finanzmarkt ist in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit gegenüber der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen gewachsen. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über den Finanzmarkt als Adressat für unternehmerisches Engagement in den Bereichen Umwelt und Soziales.

Link zur Zeitschrift Hernsteiner

Link zum Aufsatz in Heft 02/11 des Hernsteiner

     Buchcover Irmisch 2011 Astroturf Irmisch, Anna (2011): Astroturf. Eine neue Lobbyingstrategie in Deutschland? Wiesbaden: VS Verlag.

Abstract:
Astroturf: Der aus dem Englischen stammende Begriff für Kunstrasen bezeichnet Initiativen, die nur scheinbar auf basispolitischer Ebene agieren. Tatsächlich werden diese v.a. durch Public-Affairs-Dienstleister, Unternehmen oder Wirtschaftsverbände konzipiert, gegründet und/oder finanziert, um das Erreichen spezifischer Organisationsziele zu unterstützen. Anna Irmisch geht diesem Phänomen in ihrer explorativen Studie nach, um herauszufinden, inwiefern Astroturf als Lobbyingstrategie in Deutschland Anwendung findet. Hierbei sucht sie die Abgrenzung zum Grassrootslobbying und analysiert, wie Akteure der politischen Interessenvertretungspraxis Astroturf wahrnehmen, nutzen und davon beeinflusst werden.
Das Buch wendet sich an WissenschaftlerInnen und Studierende der Soziologie, Politik- und Kommunikationswissenschaft sowie an Akteure aus der Praxis politischer Interessenvertretung und NGO-Arbeit.

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     Handbuch Umweltsoziologie Hiß, Stefanie (2011): Globale Finanzmärkte und nachhaltiges Investieren. In: Groß, Matthias (Hrsg.): Handbuch Umweltsoziologie. Wiesbaden: VS Verlag. 651-670.

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     978-3-531-16817-3

Hiß, Stefanie (2010): Wo bleibt der Weltfinanzklimabericht? Zur zivilgesellschaftlichen Kritikfähigkeit von Finanzmarktrisiken. In: Soeffner, Hans-Georg (Hg.): Unsichere Zeiten: Herausforderungen gesellschaftlicher Transformationen. Verhandlungen des 34. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Jena 2008. Wiesbaden: VS-Verlag. CD-ROM.

Abstract:
Der Artikel geht der Frage nach, warum sich in Deutschland die zivilgesellschaftliche Kritik - artikuliert von Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Gewerkschaften und gewerkschaftsnahen Stiftungen - am Klimawandel und an Finanzmarktrisiken so unterschiedlich darstellt. Wo liegen die Gründe für die vergleichsweise schwach ausgeprägte Kritikfähigkeit zivilgesellschaftlicher Akteure gegenüber der Finanzkrise und globalen Finanzmarktrisiken? Hier wird die These vertreten, dass der Zugang zu Wissen und Expertise eine entscheidende Rolle für den Erfolg oder das Scheitern zivilgesellschaftlicher 'Wissensproteste' spielt. Dieser Zugang gestaltet sich für zivilgesellschaftliche Akteure beim Thema Finanzmarktrisiken sehr viel schwieriger und aufwendiger als bei der Analyse und Kritik des drohenden Klimawandels. Der Artikel zeichnet die Unterschiedlichkeit der beiden Felder, des ihnen inhärenten Wissens und die Möglichkeiten zur Erschließung dieses Wissens nach.

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     978-3-531-16817-3

Hiß, Stefanie/ Curbach, Janina (2010): Einleitung zur Ad-hoc-Gruppe: Transformationen unternehmerischer Verantwortung. Zum Wandel von Corporate Social Responsibility vor dem Hintergrund der Spielarten des Kapitalismus. In: Soeffner, Hans-Georg (Hg.): Unsichere Zeiten: Herausforderungen gesellschaftlicher Transformationen. Verhandlungen des 34. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Jena 2008. Wiesbaden: VS-Verlag. CD-ROM.

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     978-3-531-16817-3

Hiß, Stefanie (2010): Spielarten der institutionellen Verankerung von Corporate Social Responsibility. In: Soeffner, Hans-Georg (Hg.): Unsichere Zeiten: Herausforderungen gesellschaftlicher Transformationen. Verhandlungen des 34. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Jena 2008. Wiesbaden: VS-Verlag. CD-ROM.

Abstract:
Der Beitrag rekonstruiert den Wandel unternehmerischer Verantwortung von Unternehmen in Deutschland weg von einer impliziten Verpflichtung von Unternehmen zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung hin zu einer freiwilligen, expliziten CSR. Zur Erklärung dieses Wandels bedient sich die Autorin des Mythenkonzepts des Neuen Soziologischen Institutionalismus, bei dem sie zwischen einem auf der gesellschaftlichen Makroebene stattfindenden Kampf um Mythen und einer Mythenspirale unterscheidet, die die konkreten Ausgestaltungen eines sich entwickelnden Mythos thematisiert.

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     Markets on trail Rona-Tas, Akos/ Hiss, Stefanie (2010): The Role of Ratings in the Subprime Mortgage Crisis: The Art of Corporate and the Science of Consumer Credit Rating. In: Lounsbury, Michael/ Hirsch, Paul M. (eds.) Markets on Trial. The Economic Sociology of the U.S. Financial Crisis. Research in the Sociology of Organizations, Vol. 30A: 115-155.

Abstract:
Both consumer and corporate credit ratings agencies played a major role in the US subprime mortgage crisis. Equifax, Experian, and TransUnion deployed a formalized scoring system to assess individuals in mortgage origination, mortgage pools then were assessed for securitization by Moody's, S&P, and Fitch relying on expert judgment aided by formal models. What can we learn about the limits of formalization from the crisis? We discuss five problems responsible for the rating failures - reactivity, endogeneity, learning, correlated outcomes, and conflict of interest - and compare the way consumer and corporate rating agencies tackled these difficulties. We conclude with some policy lessons.

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     TafelGesellschaft Hiß, Stefanie (2010): Übernehmen Unternehmen mit ihrer Unterstützung der Tafeln gesellschaftliche Verantwortung? In: Lorenz, Stephan (Hg.): TafelGesellschaft. Zum neuen Umgang mit Überfluss und Ausgrenzung. Bielefeld: transcript, 69-80.

Die Verfasserin sucht zunächst eine begriffliche Annäherung an die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (corporate social responsibility) und die Tafeln. Im Anschluss wird der Wandel von einer impliziten zu einer expliziten gesellschaftlichen Verantwortungsübernahme von Unternehmen am Beispiel der Tafeln analysiert. Dieser Wandel reduziert insgesamt für die Gesellschaft den Anteil gerecht verteilter Sozialleistungen und erhöht den Anteil privat organisierter Wohlfahrtsleistungen. Die Armutsbekämpfung verabschiedet sich von staatlichen Gerechtigkeitsprinzipien.

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      EUI working papers Róna-Tas, Ákos/ Hiß, Stefanie (2010): Consumer and Corporate Credit Ratings and the Subprime Crisis in the U.S. with Some Lessons for Germany. In: Micklitz, Hans-W. (ed.): Consumer Loans and the Role of the Credit Bureaus in Europe. EUI Working Papers RSCAS 2010/44. 5-28.

->Abdruck der gleichnamigen und auf Deutsch wie auf Englisch veröffentlichten Studie für die SCHUFA 2008 (siehe unten)

Both consumer and corporate credit ratings played a role in the U.S. subprime mortgage crisis. The consumer credit score, once it became the main and often the only measure of creditworthiness, could not effectively predict consumer default. We identify reactivity or "gaming the system," the omitted variable problem, correlated defaults, and endogeneity as the weaknesses that resulted in the deterioration of the FICO® score and subsequent decline of the quality of consumer credit assessment. Corporate rating agencies which assessed the securitized mortgage credit pools and that use a less formalized methodology were hampered by data problems created by bad scores, and suffered from correlated defaults and conflicts of interest. We also briefly compare the German and the U.S. situation.

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       Hiss 2009 Informatik Spektrum Cover

Róna-Tas, Ákos/ Hiß, Stefanie (2010): Das Kreditrating von Verbrauchern und Unternehmen und die Subprime-Krise in den USA mit Lehren für Deutschland. In: Informatik-Spektrum 33(3): 241-261.

-> Abdruck der gleichnamigen und auf deutsch wie auf englisch veröffentlichten Studie für die SCHUFA 2008 (siehe unten)

Bei der Subprime-Hypothekenkrise in den USA spielten sowohl Kreditauskunfteien und deren Kredit-Scores als auch Ratingagenturen eine wichtige Rolle. Zum einen war der Kredit-Score als wichtigster und oft auch einziger Maßstab für die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern nicht geeignet, Kreditausfallrisiken zuverlässig zu prognostizieren. Wir identifizieren vier Problemfelder, die für die Schwächung des FICO®-Score und den damit verbundenen Qualitätsverlust bei der Risikoeinschätzung von Verbraucherkrediten verantwortlich sind: Reaktivität bzw. "gaming the system", das Problem nicht berücksichtigter Variablen, korrelierte Kreditausfälle und Endogenität. Zum anderen sahen sich Ratingagenturen, die die verbrieften Hypothekenkreditpools unter Verwendung weniger formalisierter Verfahren bewerteten, mit Problemen der Datenqualität aufgrund schlechter Kredit-Scores konfrontiert. Ihre Prognosefähigkeit war zusätzlich durch korrelierte Kreditausfälle und Interessenkonflikte beeinträchtigt. Abschließend ziehen wir einen kurzen Vergleich zwischen der Situation in Deutschland und in den USA.

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   zeitschrift_01 Hiß, Stefanie (2009): Corporate Social Responsibility - Innovation oder Tradition? Zum Wandel der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen in Deutschland. In: Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik 10(3): 287-303.

Den Beitrag finden Sie hier. Mit freundlicher Genehmigung des Rainer Hampp Verlags.

Corporate Social Responsibility (CSR) ist in Deutschland in den letzten Jahren groß in Mode gekommen. Dabei ist gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in Deutschland keineswegs ein neuartiges Phänomen. Im Beitrag wird der Wandel von einer in gesetzlich verbindlichen Regelungen institutionalisierten und damit impliziten gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen zu Zeiten der Deutschland AG hin zu einer als explizit freiwillig verstandenen CSR nachgezeichnet.

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         Hiss 2009 AIS Studien

Hiß, Stefanie (2009): Zum Wandel von Arbeit und Expertentum im Finanzsystem - das Beispiel der Ratinganalysten. In: Arbeits- und Industriesoziologische Studien 2(2), S. 5-16.

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit den im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise viel kritisierten Ratingagenturen, insbesondere mit dem Wandel der Arbeitsweise der Ratinganalysten. Während beim klassischen Unternehmens-(anleihe)rating Analysten direkten Kontakt zum Unternehmen aufnehmen, und dieses auf der Basis einer autonomen, qualitativen Expertenentscheidung beurteilen, sind sie bei der Bewertung strukturierter Finanzprodukte auf externe, von Dritten erstellte Daten angewiesen, die sie mit Hilfe quantitativer formalisiert-standardisierter Modelle auswerten. Zum Auslöser der Finanzkrise wurden die deutlich zu optimistisch bewerteten strukturierten Finanzprodukte, deren breite Abwertung im Jahr 2007 die Abwärtsspirale der Finanzmärkte in Gang brachte. Obwohl die Europäische Kommission als Antwort auf dieses Versagen die Ratingagenturen stärker zu regulieren versucht, nimmt sie in ihren Gesetzesvorhaben keine Unterscheidung zwischen den beiden Ratingverfahren und der damit verbundenen unterschiedlichen Arbeitsweise vor. Dies führt zu der paradoxen Situation, dass das Entscheidungs-modell autonomer, qualitativer Expertenentscheidungen, das beim Unternehmens-rating keine Auswirkungen auf die Krise hatte, auf Kosten einer noch stärkeren Quantifizierung, Formalisierung und Standardisierung der Arbeitsweise der Ratinganalysten geschwächt wird.

    Hiss 2009 Business Ethics Quarterly Cover

Hiß, Stefanie (2009): From Implicit to Explicit Corporate Social Responsibility - Institutional Change as a Fight for Myths. In: Business Ethics Quarterly, Special Issue on "The Changing Role of Business in a Global Society: New Challenges and Responsibilities" Vol. 19(3): 433- 451.

The focus of this paper is institutional change and the changing role of business in Germany. Back in the 1980s, the German institutional framework was characterized by implicit mandatory and obligatory regulations that set a clear context for responsible corporate behavior. Today, this framework has eroded and given way to a situation in which corporations explicitly and voluntarily take responsibility for social issues. This shift from implicit to explicit corporate social responsibility is an indication of a major institutional change epitomized by the deconstruction of 'old' and the reconstruction of 'new' institutions. In the course of this change, corporations, state actors, and civil society organizations compete for their ideas and interests in what we call a fight for myths. The paper traces this fight for myths and the changing understanding of corporate responsibility in Germany.

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    Hiss 2009 Einblicke Cover

Hiß, Stefanie (2009): Finanzmärkte und nachhaltige Entwicklung. In: Einblicke Nr. 49, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. 28-30.

Die Finanzmärkte, die auch für Innovationen in nachhaltige Entwicklungen ein zentrales Umfeld bilden, haben die Weltwirtschaft durch gigantische Kapitalvernichtung in eine weltweite Wirtschaftskrise manövriert. Nur wenn das Finanzsystem grundsätzlich überholt und anderen Prinzipien als der kurzfristigen Profitorientierung unterworfen wird, können sich die Bedingungen für Nachhaltigkeitsinnovationen entscheidend verbessern.

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Beitrag

    Schufa 2008 flyer_subprimestudie

®Schufa 2008

Róna-Tas, Ákos/ Hiß, Stefanie (2008): Consumer and Corporate Credit Ratings and the Subprime Crisis in the U.S. with Some Lessons for Germany, Studie für die SCHUFA, Wiesbaden.

Deutsche Version: Das Kreditrating von Verbrauchern und Unternehmen und die Subprime-Krise in den USA mit Lehren für Deutschland, übersetzt von Stephan Elkins (SocioTrans).

-> Deutsche Version der Studie wurde vom Informatik-Spektrum 2010 abgedruckt (siehe oben)

Bei der Subprime-Hypothekenkrise in den USA spielten sowohl Kreditauskunfteien und deren Kredit-Scores als auch Ratingagenturen eine wichtige Rolle. Zum einen war der Kredit-Score als wichtigster und oft auch einziger Maßstab für die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern nicht geeignet, Kreditausfallrisiken zuverlässig zu prognostizieren. Wir identifizieren vier Problemfelder, die für die Schwächung des FICO®-Score und den damit verbundenen Qualitätsverlust bei der Risikoeinschätzung von Verbraucherkrediten verantwortlich sind: Reaktivität bzw. "gaming the system", das Problem nicht berücksichtigter Variablen, korrelierte Kreditausfälle und Endogenität. Zum anderen sahen sich Ratingagenturen, die die verbrieften Hypothekenkreditpools unter Verwendung weniger formalisierter Verfahren bewerteten, mit Problemen der Datenqualität aufgrund schlechter Kredit-Scores konfrontiert. Ihre Prognosefähigkeit war zusätzlich durch korrelierte Kreditausfälle und Interessenkonflikte beeinträchtigt. Abschließend ziehen wir einen kurzen Vergleich zwischen der Situation in Deutschland und in den USA.

->Englische Version der Studie wurde 2010 in einem EUI Working Paper nachgedruckt

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Study in English
Studie auf deutsch
Flyer zur Studie von der SCHUFA
Zusammenfassung der Studie durch die Schufa

    Hiss 2008 Soziologische Revue Cover

Hiß, Stefanie (2008) Rezension zu Peter Imbusch/ Dieter Rucht (Hrsg.), Profit oder Gemeinwohl? Fallstudien zur gesellschaftlichen Verantwortung von Wirtschaftseliten. Soziologische Revue 31 (4): 413-416.

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        Hiss 2007 Berliner Debatte Initial Cover

Hiß, Stefanie (2007): Corporate Social Responsibility - Über die Durchsetzung von Stakeholder-Interessen im Shareholder-Kapitalismus. In: Beyer, Jürgen/ Hiß, Stefanie (2007): Unternehmen zwischen Aktionärsinteresse und sozialer Verantwortung. Themenschwerpunktheft der Berliner Debatte Initial 18 (4/5), 6-15.

Das Themenschwerpunktheft bei der Berliner Debatte Initial ist aus einer von Jürgen Beyer und Stefanie Hiß organisierten Ad-Hoc-Gruppe zum Thema "Wider die Natur? Unternehmen zwischen sozialer Verantwortung und Aktionärskontrolle" am 33. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel hervorgegangen.

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Inhalt Editorial und Beitrag

    Hiss 2006 Dissertation Cover

Hiß, Stefanie (2006): Warum übernehmen Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung? Ein soziologischer Erklärungsversuch. Dissertation. Frankfurt am Main: Campus.

Warum übernehmen multinationale Unternehmen freiwillig gesellschaftliche Verantwortung? "Marktlogische" Ansätze beantworten diese Frage damit, es sei der Rentabilität von Unternehmen förderlich, andere unterstellen den Unternehmen eine generelle ethische Verpflichtung. Stefanie Hiß sieht die Ursache dagegen in einem durch den gesellschaftlichen Erwartungsdruck erzeugten Zwang, den sie am Beispiel eines Projekts aus dem deutschen Einzelhandel verdeutlicht.

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Inhalt und Einleitung

      Hiss 2006 Journal of Corporate Citizenship Cover

Hiß, Stefanie (2006): Does Corporate Social Responsibility Need Social Capital? In: Journal of Corporate Citizenship 23, 81-91.

This paper raises the question of whether controlling corporations through a monitoring system is a successful way to establish social standards within the supply chain. Since the debate thus far has concentrated strongly on the question of what monitoring systems look like and how they are implemented, this paper broadens the discussion by pointing out possible interrelations between the role of social capital and the diffusion of social standards. Therefore, an alternative concept of social capital is developed. It is shown that the right 'composition' of social capital is a necessary 'ingredient' for spreading social standards in the supply chain and into developing countries. These considerations are illustrated with a practical example of a public-private partnership project in the German retail sector.

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   Hiss 2005 zfwu Cover

Hiß, Stefanie (2005): Durch Reden zum Handeln?! Zur Rolle freiwilliger Unternehmensinitiativen bei der Verbreitung von Sozialstandards. In: Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik 6/2, 215-230.

Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, warum multinationale Unternehmen sich freiwillig an Initiativen zur Verbesserung von Sozialstandards beteiligen und welche Rolle dieses gesetzlich nicht verbindliche Engagement für die Entstehung und Verbreitung von Sozialstandards spielt. Im Erklärungsrückgriff auf den Neuen Soziologischen Institutionalismus wird eine Einbettung freiwilliger Initiativen in den Institutionalisierungsprozess von Mythen zu CSR (Corporate Social Responsibility) diskutiert. Die Institutionalisierung und Deinstitutionalisierung von Mythen wird in einer CSR-Mythenspirale abgebildet, um so den Prozess ?durch Reden zum Handeln? aus einer soziologischen Perspektive beleuchten zu können.

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Beitrag

   Gad et al 2005 Sammelband Cover

Hiß, Stefanie (2005): Embeddedness und Autonomy - zum Einfluss von Sozialkapital auf Corporate Social Responsibility. In: Gad, Gerhard/ Hiß, Stefanie/ Wienhardt Thomas (Hg.): Wirtschaft, Ethik und Entwicklung - Wie passt das zusammen? Berlin: Wissenschaftlicher Verlag Berlin. 296-323.

Gerade außerhalb der industrialisierten Welt fordern anhaltende Probleme wie z.B. Missachtung arbeitsrechtlicher Mindeststandards und fortlaufende Umweltzerstörung zu kritischen Überlegungen hinsichtlich der herrschenden Art und Weise des Wirtschaftens auf. Immer wieder geraten weltweit tätige Unternehmen durch eine "doppelte Moral" bei ihrer Geschäftstätigkeit in die Schlagzeilen. Sind Wirtschaft und Ethik insbesondere in den "Ländern des Südens" unvereinbare Gegensätze? Dieser Sammelband beleuchtet die Frage nach der Vereinbarkeit von Wirtschaft und Ethik sowohl auf theoretischer als auch auf praktischer Ebene. Aus wirtschafts- und unternehmensethischer Perspektive richten die Autoren ihr Augenmerk auf die Problematik der Entwicklung der "Länder des Südens". Das Thema der Entwicklungsforschung wird dabei interdisziplinär angegangen. In drei Teilen wird erstens in einer Grundlagenreflexion das Zusammenspiel von Wirtschaft, Ethik und Entwicklung erörtert, werden zweitens Länderbeispiele "aus dem Süden" und kulturspezifische Besonderheiten von Entwicklung skizziert sowie drittens die Umsetzungen unternehmensethischer Aspekte in der betrieblichen Praxis anhand von Fallstudien diskutiert.

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Buchbeitrag
Inhaltsverzeichnis

    Hiss 2004 CSGR Working Paper Series Cover

Hiß, Stefanie (2004): Corporate Social Responsibility - A Myth? The Example of the 'Round Table Codes of Conduct' in Germany. CSGR Working Paper No 140/04, University of Warwick.

This paper is concerned with why and how multinational companies (MNCs) voluntarily engage in Corporate Social Responsibility (CSR), especially in social standards. The first part describes the prevailing perspectives on the CSR debate. Then, with the New Institutionalism in Sociology, an alternative view on CSR is discussed. The third part develops the argument that the 'traditional' rational institutional myth developed by Meyer and Rowan should be replaced or supplemented by a CSR myth. After that, the case study of "Round Table Codes of Conduct" provides an example of how MNCs deal with this emerging CSR myth.

Link zur CSGR Working Paper Series 2004
Hiss 2004 CSR

    Hiss 2004 CSGR Working Paper Series Cover

Hiß, Stefanie (2004): Does Corporate Social Responsibility Need Social Capi­tal? The Example of the 'Sector Model Social Responsibility' of the 'Foreign Trade Association of the German Retail Trade (AVE)', a Public Private Partnership Project. CSGR Working Paper No 141/04, University of Warwick.

This paper raises the question of whether controlling companies with the help of a monitoring system is a successful way to establish social standards within the supply chain and to help to spread social standards into developing societies. Since the debate thus far has concentrated strongly on the question of what monitoring systems look like and how they are implemented, this paper aims to broaden the discussion by pointing out the possible interrelations between the role of social capital and the diffusion of social standards. What role can social capital play in the diffusion of social standards? After a short introduction to the debate about Corporate Social Responsibility and social standards, there is a discussion of monitoring systems and their limits. Then my own concept of social capital is developed in specific regard to the concerns outlined above. After that, the focus will shift to the possible interactions between social standards and social capital. Finally, my considerations will be illustrated with a case study of the Public Private Partnership-project "Sector Model Social Responsibility" of the "Foreign Trade Association of the German Retail Trade (AVE)".

Link zur CSGR Working Paper Series 2004
Hiss 2004 Does CSR need Social Capital