Projektleitung: Dr. Hajo Holst
Mitarbeit: Dipl. Soz. Ingo Singe
Auftraggeber: Europäische Kommission, DG Employment, social affairs and equal opportunities
Laufzeit: Dezember 2010 - März 2012
Koordination: FORBA (Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt, Wien)
Die Universität Jena untersucht im Rahmen des internationalen Projekts SODIPER, das gemeinsam mit Partnern aus Österreich, Tschechien und Ungarn durchgeführt wird, die Entwicklung der Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) in Deutschland. Von besonderem Interesse sind dabei die Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsverhältnisse der Paketzusteller in einer Branche, in der eine Vielzahl von privaten, transnational operierenden Unternehmen agiert. Die vier wesentlichen Projektziele sind:
• die (transnationale) Kooperation der Sozialpartner zu stärken,
• den Sozialen Dialog innerhalb der globalen Dienstleistungsketten zu fördern,
• die Dynamik in den Wertschöpfungsketten und ihre Folgen für die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen in der Branche zu untersuchen,
• die Vernetzung zwischen den Interessenvertretungen (Unternehmensverbände, Gewerkschaften) zu stärken und unkonventionelle Formen der Repräsentation zu untersuchen.
Die Universität Jena nutzt Experteninterviews und Fallstudien (Leitfadeninterviews mit Fahrern, Betriebsräten, Management) für eine länderspezifische Analyse, deren Ergebnisse in verschiedenen Formen veröffentlicht werden (Workshops, Konferenzen, Publikation einer Studie).
Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Dörre
Mitarbeiter/innen: Martin Ehrlich, M.A., Anja Hänel, M.A.
Förderung: Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie
Laufzeit: März 2011 - Oktober 2011
Ziel des Projektes ist es, die wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Bedeutung der Sozialwirtschaft in Thüringen zu erfassen und abzubilden. Im Rahmen einer Befragung von Einrichtungen in privater, kommunaler und freier Trägerschaft werden sowohl wirtschaftliche Kennzahlen in Hinblick auf Kosten- und Ertragsstrukturen als auch der Umfang von Beschäftigung erfasst. Weitere Themen der Befragung sind u.a. die Finanzierungsbedingungen, die aktuelle und zukünftige Fachkräftesituation, die Qualität der Kooperationsbeziehungen zwischen Leistungserbringern und Sozialleistungsträgern und die betriebliche Mitbestimmung.
Ansatz für das Projekt: Bisher bilden die verfügbaren Daten und Statistiken lediglich die Nachfrageentwicklung sowie die Ausgaben der öffentlichen Hand zufriedenstellend ab, wohingegen nahezu keine Informationen zu Umsatz- und Kostenstrukturen und zur Refinanzierung der Branche vorliegen. Die Studie plant diese Lücken und Leerstellen zu schließen und einen Beitrag dazu zu leisten, dass die in der Sozialwirtschaft erbrachte Wertschöpfung adäquat erfasst wird.
Projektleitung: Dr. Ulrich Brinkmann, Prof. Dr. Klaus Dörre
Mitarbeiter/innen: Karina Becker, Diana Lehmann, Thomas Engel
Förderung: BMAS
Laufzeit: August 2008 - September 2011
Das Projekt ist Teil eines Verbundes, an dem u. a. die prospektiv GmbH Dortmund (als Projektkoordinator) und INIFES Augsburg beteiligt sind.
Leiharbeit hat sich in den letzten Jahren als eine zentrale Beschäftigungsform in Deutschland etabliert. Die Tätigkeiten der mehr als 730.000 LeiharbeitnehmerInnen sind durch ständig wechselnde Arbeitsplätze (oft in verschiedenen Unternehmen) mit mitunter sehr kurzen Einsatzzyklen gekennzeichnet. In den Arbeits- und Gesundheitsschutz werden Leiharbeitnehmer oftmals nur unzureichend einbezogen. Nicht nur, dass für LeiharbeitnehmerInnen ein im Vergleich zur Stammbelegschaft höheres Unfallrisiko besteht, extrem hohe Verausgabungen unter Niedrigstlohnbedingungen und einer sehr hohen Inkongruenz zwischen aktuellem und gewünschten Beschäftigungsstatus äußert sich bei dieser Beschäftigtengruppe vorwiegend in psychischen Belastungen. Das Projekt ermöglicht eine weitergehende Erforschung atypischer Beschäftigungsverhältnisse im Zuge einer weiter fortschreitenden Flexibilisierung der Arbeitsmärkte sowie der Umbrüche im Verhältnis von Gesundheit und Arbeit, die mit Begriffen wie "Gesundheitsunternehmertum" oder der Subjektivierung von Gesundheit beschrieben werden. Die empirische Basis bilden 12 Betriebe des sozialen, kommunalen, konsumbezogenen und distributiven Dienstleistungsbereichs. Das Projekt verfolgt einen beteiligungsorientierten Ansatz, d.h., Beschäftigten werden in der Erfassung und Bewertung ihrer gesundheitlichen Belastungen im Zusammenhang des Arbeitseinsatzes sowie der Ableitung von Maßnahmen systematisch eingebunden.
Nähere Informationen zum Projekt finden sich unter folgendem Link: www.grazil.net
Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Dörre
Mitarbeiter/innen: Christoph Thieme, Ingo Singe
Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung/ Europäischer Sozialfond
Laufzeit: Juni 2008 - Mai 2011
Kooperationspartner: Das Projekt wird zusammen mit der ffw GmbH in Nürnberg als Verbundkoordinator und vier Partnerunternehmen aus Thüringen und Bayern durchgeführt.
Das Vorhaben geht davon aus, dass erfolgreiche Innovationsstrategien, verstanden als Wege und Instrumente zu mehr und besseren Produkten ebenso wie zu verbesserten Arbeitsbedingungen (Qualität von Arbeit, "gute Arbeit") nicht auf klassische Prozesse der Entwicklungsabteilungen (Produkte, Technologien) reduziert werden kann. Sie müssen stattdessen in gleicher Intensität die personellen und organisationalen Ressourcen von Beschäftigten und Unternehmen im Sinne innovativer Personal- und Arbeitspolitiken mobilisieren, fördern und nutzen, um die Herausforderungen eines rasant wachsenden Markt- und Innovationsdruckes bewältigen zu können.
Im Zentrum des empirischen Teils des Projekts stehen vier mittelständische Unternehmen aus den Branchen Optik und Maschinenbau in Thüringen und Bayern, in denen Fallstudien zu Fragen der Rekrutierung, Bindung und Entwicklung von Fachkräften sowie zum Erfahrungstransfer und Innovationsmanagement durchgeführt werden.
Das Ziel des Verbundvorhabens ist die Förderung und Entwicklung einer umfassenden Strategie-, Handlungs- und Kooperationsfähigkeit aller relevanten Akteure in einem partizipativ gestalteten Entwicklungsprozess. Dieser Prozess zielt darauf ab, die betriebliche Leistungs- und Innovationsfähigkeit in Hinblick auf Herausforderung des Marktes zu optimieren sowie die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter/-innen in Hinblick auf "gute Arbeit" zu verbessern. Ziel des Teilvorhabens der Uni Jena ist es, neben den empirischen Arbeiten (Fallstudien, Belegschaftsbefragung, Experteninterviews, Prozessanalysen, u.a.) das Vorgehen insgesamt wissenschaftlich zu begleiten und den Ertrag zu dokumentieren. Die Ergebnisse in den Gestaltungsfeldern sollen wissenschaftlich fundiert und auf ihre betriebswirtschaftliche Wirkung hin bewertet werden. Es sollen - auch unter Rückgriff auf andere Studien - die Chancen der Verbreitung der Erkenntnisse auf andere Firmen der beteiligten Branchen überprüft werden.
Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Dörre
MitarbeiterInnen: Diana Lehmann, Maike Schulz, Karina Becker
Förderung: Thüringer Landesbetrieb für Arbeitschutz und technischen Verbraucherschutz
Laufzeit: August 2009 - Dezember 2010
Ziel des Projektes ist es, einen repräsentativen Überblick über die Belastungs- und Gefährdungslage von Beschäftigten in den ambulanten Pflegediensten in Thüringen zu bekommen. Das Spektrum von "klassischen" physischen Belastungen (wie z.B. Heben und Tragen) bis zu psychischen Belastungen (z.B. Zeit- und Leistungsdruck) soll erfasst werden. Darüber hinaus wird die Nutzung bestehender Strukturen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Betrieb analysiert. Zunächst werden eine standardisierte schriftliche Befragung und im Anschluss eine Reihe vertiefender Interviews mit Beschäftigten durchgeführt. Die Erhebung wird durch den Thüringer Landesbetrieb für Arbeitsschutz und technischen Verbraucherschutz gefördert. Das Projekt findet im Rahmen der Schwerpunktsetzung durch die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) statt, eine von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern gemeinsam getragene, bundesweit geltende Zielstellung
Projektteam: Dr. Ulrich Brinkmann, Prof. Dr. Klaus Dörre, Dr. Bernd Röttger, Dr. Mario Candeias; (Co-Projekt FIAB/Lehrstuhl für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie der Universität Jena).
Förderung: Hans-Böckler-Stiftung, Otto-Brenner-Stiftung
Laufzeit: Dezember 2004 - Oktober 2009
Vor dem Hintergrund zunehmender Verbetrieblichung und gewerkschaftlicher Defensive durch das neue Marktregime zeigt sich ein mehr oder minder ausgeprägtes Unbehagen in den eingeschliffenen Formen betrieblicher bzw. gewerkschaftlicher Interessenpolitik. Selbst wenn die alten Praxisformen noch greifen, stellen sich Betriebsräte zunehmend die Frage, ob sie für die Zukunft ausreichend gerüstet sind. Bei vielen betrieblichen Interessenvertretungen setzen daher Reflexionsprozesse über die eigene Praxis ein und beginnt die Suche nach wirkungsmächtigen Alternativen. Wir zielen ab, auf spezifische Formen der Verbindung von übergeschaftlichem Engagement von Betriebsräten im Betrieb mit einem die Grenzen des Betriebes überschreitendem Engagement. Unser besonderes Interesse gilt dem Engagement von Betriebsräten in der Region als dem unmittelbaren Arbeits- und Lebensraum. Wir fragen nach den konkreten Formen und Ausprägungen, die dieses Engagement annimmt, nach den treibenden Motiven und den Einschränkungen, die dem überbetrieblichen Handeln auferlegt sind und inwiefern darin Ansätze neuer gewerkschaftlicher Identitäten auszumachen sind.
Projektleitung: Dr. Ulrich Brinkmann, Prof. Dr. Klaus Dörre
Mitarbeiter/innen: Karina Becker, Thomas Engel
Förderung: BMBF
Laufzeit: September 2006 - November 2009
Dieses Projekt ist Teil eines Verbunds mit fünf weiteren Partnern aus Forschung, Beratung und Verbänden, weitere Informationen dazu können auf www.pargema.de entnommen werden.
Ziel des Projektes ist es, den betrieblichen Gesundheitsschutz durch Beteiligung der Beschäftigten kontinuierlich zu sichern. Dabei geht es sowohl um "klassische" gesundheitliche Belastungen, wie Lärm, Schmutz, Gefahrenstoffe, denen Arbeitnehmer in ihrer Arbeitsumgebung ausgesetzt sind. Darüber hinaus werden auch Belastungsfaktoren berücksichtigt, die z.B. durch die Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen oder neuer Formen der Arbeitsorganisation, durch Leistungs- und Zeitdruck oder durch die Beziehungen zu Vorgesetzten und Kollegen zur Wirkung kommen können. Instrumente wie die Gefährdungsbeurteilung wurden bereits erfolgreich erprobt. Ein besonderer Anreiz zur Nutzung dieses Ansatzes liegt für das betriebliche Management in der Nutzung des Expertenwissens vor Ort sowie in der Zertifizierung (Audits). Allerdings werden solche Maßnahmen wie die Gefährdungsbeurteilung nach wie vor seltener als gesetzlich vorgesehen und betrieblich oft nur situativ sowie als Instrument ausgehend von der Leitungsebene (Top-down) eingesetzt. Unser Ansatz für das Projekt: Wenn Beschäftigte und Interessenvertretung stärker als bisher eingebunden werden, kann eine höhere betriebliche Akzeptanz und Kontinuität für diese Form des Gesundheitsschutzes erreicht werden.
Projektleitung: Dr. Ulrich Brinkmann, Prof. Dr. Klaus Dörre
Mitarbeiter/innen: Dr. Karin Scherschel, Dennis Eversberg
Förderung: IAB
Laufzeit: August 2007 - April 2009
Ziel des Pro jektes ist eine Teil- Evaluation des Pilotprojektes QUADRIGA (Qualifizierung durch individuell gestaltende Assistenz). Das von der Bundesagentur für Arbeit, dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und der Jacobs Stiftung initiierte Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene in der Altersgruppe zwischen 18 und 25 Jahren (U25), die zum Rechtskreis SGB II zählen. Vielen von ihnen gelingt der Anschluss an den ersten Arbeitsmarkt aufgrund von mangelnden Qualifikationen, Abschlüssen und praktischen Erfahrungen nicht. QUADRIGA soll eine verbesserte Qualifizierung und ihre Eingliederung in den Arbeitsmarkt fördern und so spätere Hilfebedürftigkeit vorbeugen. Das Konzept sieht vor, durch die Kombination von Zeitarbeit, Coaching und Qualifizierung einen Beitrag zur Integration von schwer vermittelbaren Jugendlichen in den ersten Arbeitsmarkt zu leisten.
Ziele der Evaluation sind (1) ist die Analyse der Kooperationsbeziehungen der beteiligten Akteure (Adecco, ARGE) und die (2) Analyse der Entwicklung der Beschäftigungsfähigkeit der Jugendlichen. Der Focus der Evaluation liegt auf folgenden Fragestellungen: Stellt Zeitarbeit in Kombination mit Qualifizierung einen "Türöffner" für ei ne Beschäftigung auf den ersten Arbeitsmarkt dar? Oder verstetigt sich die prekäre Situation von benachteiligten Jugendlichen im Zuge solcher Maßnahmen? Gelingt der Ausbau (und spätere Transfer) von Qualifikationen und Kompetenzen durch Zeitarbeit in Kombination mit Qualifizierung? Welche Synergien entstehen durch die Public-Private Partnership? Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit der einzelnen Akteure (Fallmanager (ARGE), Verantwortliche in den Betrieben, Adecco-Betreuer) vor dem Hintergrund der Zielorientierung "individuell gestaltenden Assistenz"?
Leitung: Prof. Dr. Klaus Dörre, Prof. Dr. Stephan Lessenich
Mitarbeiter: Kathy Kursawe, Margrit Elsner
Förderung: DFG, Thüringer Kultusministerium
Laufzeit: Juli 2007 - Dezember 2009
Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Dörre
Mitarbeiter: Matthias Neis
Studentische Hilfskräfte: Christian Euhus, Jacob Senst, Benjamin Hübner
Förderung: Hans-Böckler-Stiftung
Laufzeit: Oktober 2005 - August 2009
Ziel des Projektes ist es, den Zusammenhang zwischen hochschulinternen Strukturen und Praxen und den regionalen Innovationsimpulsen der Hochschulen zu klären. Dabei geht es zunächst um klassische Produkt- und Prozessinnovationen, die zum Kern fast aller regionalen Entwicklungskonzepte gehören. Von diesem innovativen Kern ausgehend soll das Projekt allerdings auch nach Impulsen suchen, die die Regionalentwicklung eher indirekt beeinflussen; beispielsweise durch eine Steigerung der Attraktivität der Region für kreative und Qualifizierte Arbeitskräfte. Insgesamt wird die Ausgangsfrage unter einer partizipatorischen Perspektive bearbeitet. Die Rolle der Beschäftigtengruppen und ihrer Vertretungen im Innovationsprozess bilden eine wichtige Dimension unserer Arbeit. Wir stellen uns diesbezüglich die Frage, ob im Bereich der Innovationsförderung Optionen für ein Mitgestalten der Hochschule durch die Beschäftigten und ihre Vertretungen bestehen. Gerade im Hinblick auf eine Reformdebatte, die immer auch eine Stellenkürzungsdebatte ist, muss die Interessenvertretung ihre Arbeit neu justieren, um nicht auf eine reine Defensivposition zurückgedrängt zu werden. Unser Ansatz ist daher: Beschäftigte und ihre Vertreter können sich in der Hochschule Innovationspolitik neuen, gestalterischen Handlungsspielraum erschließen.
Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Dörre
Bearbeitung: Hajo Holst, Dr. Oliver Nachtwey
Förderung: Otto-Brenner-Stiftung
Laufzeit: November 2007 - Juni 2009
Zeit- oder Leiharbeit ist gegenwärtig einem Funktionswandel unterworfen. Immer mehr Betriebe gehen dazu über, Leiharbeiter nicht nur kurzfristig einzusetzen, um Auftragsspitzen abzudecken, sondern dauerhaft und in allen Unternehmensbereichen. Dadurch verändert Leiharbeit seinen Charakter als betriebliches Flexibilisierungsinstrument. Bislang sind weder die betrieblichen Voraussetzungen der neuen Einsatzstrategien untersucht worden noch ihre Auswirkungen auf die Arbeits- und Sozialbeziehungen in den Einsatzbetrieben. Hier setzt das Forschungsprojekt an. An welche arbeitsorganisatorischen Voraussetzungen sind die neuen Einsatzkonzepte gekoppelt? Welche Auswirkungen hat das dauerhafte Nebeneinander von Stammkräften und Leiharbeitern auf die soziale Integration der Belegschaft? Und welche Herausforderungen entstehen für die betriebliche und überbetriebliche Interessenvertretung? Diesen Fragen wird mit Hilfe von Intensivbetriebsfallstudien in Einsatzbetrieben und Experteninterviews mit Interessenvertretern nachgegangen.
Mitarbeiter: Dennis Eversberg
Förderung: OBS
Laufzeit: Oktober 2008 - Mai 2009
Ziel des Vorhabens ist es, vorhandene Forschungsergebnisse zu Lebenslagen, Haltungen und Orientierungen jüngerer Arbeitnehmender zusammenzutragen und zu systematisieren. Es wird in der neueren sozial- und erziehungswissenschaftlichen Forschung nach empirischen Ergebnissen gesucht, die dazu beitragen können, Lebenslagen, Wert- und Arbeitshaltungen sowie Ansprüche an Interessenvertretung bei Arbeitnehmenden der Generation unter 35 Jahren zu beleuchten.
Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Dörre
Mitarbeiter: Dr. Oliver Nachtwey, Tom Urban, AG Strategic Unionism
Seit geraumer Zeit befinden sich die Gewerkschaften in der Defensive. Sie haben einen dramatischen Aderlass an Mitgliedern zu verzeichnen und in den Betrieben an Verankerung verloren. Ihre Verhandlungsmacht in der Betriebs- und Tarifpolitik ist nachhaltig geschwächt, ebenso ihr Einfluss auf das politische System. In jüngster Zeit verzeichnen einige Gewerkschaften jedoch wieder einen leichten Mitgliederanstieg, nicht zuletzt durch einen Wandel der Organisation, ihrer Praxis und ihrer Kultur. Mit dem Ansatz des "Strategic Unionism" soll eine andere Perspektive als in den vorherrschenden Niedergangszenarien eingenommen werden: Was sind die potenziellen Machtressourcen von Gewerkschaften, um im Finanzmarktkapitalismus bestehen zu können? Mit dieser Forschungsperspektive sollen insbesondere die innovativen gewerkschaftlichen Praktiken jüngeren Datums in den Blick genommen werden, die die internationale Forschung von einer partiellen "Revitalisierung" der Gewerkschaften sprechen lassen. Von Literaturstudien, Einzelfallstudien über Evaluationen bis zu methodisch kontrollierten Analysen von innovativen gewerkschaftlichen Praktiken untersucht das Projekt Strategic Unionism verschiedene Ansätze gewerkschaftlicher Erneuerung auf nationaler und internationaler Ebene.
Förderung: Friedrich-Ebert-Stiftung
Laufzeit: 2008
Förderung: Stahlwerke Thüringen
Laufzeit: Mai 2008 - Januar 2009
Förderung: OBS
Laufzeit: Juni 2008 - Februar 2009
Förderung: Saxonia Standortentwicklungs- und verwaltungsgesellschaft mbH Freiberg
Laufzeit: April 2007 - Oktober 2008
Förderung: OBS, HBS, Bundes- und Landeszentrale für politische Bildung, SFB 580
Laufzeit: 2007 - 2008
Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Dörre
Förderung: Hans-Böckler-Stiftung
Laufzeit: September 2006 - Juli 2007
Diese Literaturstudie untersucht die neueren internationalen Ansätze einer union revitalization. Thematisiert werden Phänomene wie "social movement unionism", "organizing", "political coalitionbuilding" oder auch des neuen gewerkschaftlichen Internationalismus.
Die Studie fragt danach, inwieweit Ansätze dieser Art kontext- und zeitspezifisch sind oder sich partiell übertragen lassen.
Output:
Literaturstudie (Erscheinen ca. März 2007)
Durchführen einer Konferenz am 1.12. in Jena (Rosensäle) zum "Strategic Unionism"
Projektleitung: Dr. Michael Behr
Mitarbeiter/innen: Tina Seiwert, Christoph Thieme
Förderung: GfAW Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds
Laufzeit: Februar 2007 - September 2007
Im Rahmen des Modellvorhabens des Freistaats Thüringen "Reintegration von Nichtleistungsempfängern" übernimmt das Projektteam die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation. Die wissenschaftliche Begleitung hat zur Aufgabe, substanzielle, belastbare und generalisierbare Erkenntnisse über die Zielgruppe der Langzeitarbeitslosen ohne Leistungsbezug und deren Integrationschancen in den ersten Arbeitsmarkt zu generieren. Die Modellhaftigkeit der entwickelten Maßnahmen soll mit dem Ziel der Nachnutzung dokumentiert werden. Dabei geht es um eine möglichst aussagekräftige Darstellung der innovativen Ansätze zur Erschließung von Beschäftigungsmöglichkeiten und der Förderung von Beschäftigung eben jener Zielgruppe. Ein besonderer Beitrag wird darin gesehen, einerseits mögliche Beschäftigungsbarrieren bei den Unternehmen senken zu helfen und andererseits Widereinstiegshemmnisse bei der Gruppe der Betroffenen zu verringern. Im Rahmen des Vorhabens sind umfangreiche Befragungen der Teilnehmer mit dem Ziel vorgesehen, die Erwerbsbiographien dieser Gruppe seit der Wende zu rekonstruieren, Erkenntnisse über strukturelle Barrieren und Benachteiligungen zu identifizieren und die Maßnahmen zur Reintegration aus der Sicht der Zielgruppe zu bewerten. Die wissenschaftliche Begleitung versteht sich als"aktivierende Evaluierung", bei der es darum geht, alle vier Partner (RABS gGmbH, die ÖKOS e.V., Neue Arbeit Neustadt (a.d.Orla) e.V. und naterger e.V.Ostthüringen), die das Netzwerk Ost-Net bilden, über den wissenschaftlichen Input im gesamten Arbeitsprozess zu unterstützen.
Projektteam: Prof. Dr. Klaus Dörre, Dr. Rainer Benthin (Bearbeiter), Dr. Ulrich Brinkmann(Leitung); (Co-Projekt FIAB/Lehrstuhl für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie der Universität Jena).
Förderung: BMBF
Laufzeit: Januar 2005 - August 2007
Das Ziel dieses Projekts ist die Förderung von innovativer Unternehmenskultur und Qualifizierungsprozessen bei un- und angelernten Arbeitern/ Arbeiterinnen inder Montage.
Veröffentlichungen:
Brinkmann, Ulrich: Von den "shared values" zum "shareholder value" - der Abschied von der "Unternehmenskultur".FIAB-Arbeitspapier, Nr. 3. Recklinghausen: FIAB-Verl. 2002, 30 S.( http://www.ruhr-uni-bochum.de/fiab/pdf/buecher/ap3.pdf ) ![]()
Projektleitung: Dr. Michael Behr, Prof. Dr. Rudi Schmidt
Mitarbeiter: Christoph Thieme
Förderung: BMVBS, BBR
Laufzeit: 15. Oktober 2006 - 15.Oktober 2007
Entscheidend für unsere Forschungsperspektive ist es, modellhafte Kooperationsbeziehungen zu identifizieren, die - fokussiert auf den Innovationstransfer zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen - zu verallgemeinerungsfähigen Strategien für eine Übertragung dieser Kooperationsmuster auf eine breitere Unternehmenslandschaft in Ostdeutschlandentwickelt werden können. Die untersuchten Branchen und Regionen sind die Optik Thüringen, die Chemie- und Kunststoffbranche in Sachsen-Anhalt, Automobil und Maschinenbaucluster in Südwestsachsen sowie die im Aufbau befindliche Chemiebranche in Brandenburg. Da die Analyse bis auf die konkrete Interaktionsebene Institut und Betrieb herunter gebrochen werden soll, wird ein gemischtes Verfahren aus summarisch gewonnenen Überblicksdaten und fall rekonstruktiven Interaktionsprozessen angewendet.
Berichte zu diesem Projekt:
EFA I Bericht
EFA II Bericht
Zwischenbericht EFA III
Projektteam: PD Dr. Katharina Bluhm, Peter Demmler, Vera Trappmann
Förderung: Land Thüringen (HWP-Mittel)
Laufzeit: Juni 2006 - Dezember 2007
Gegenstand des Forschungsvorhabens sind Professionalisierungs- und Rekrutierunsstrategien für Führungskräfte im Mittelstand. In der soziologischen Managementforschung wurde der Dominanz von juristischen, technischen und naturwissenschaftlichen Qualifikationen ein entscheidender Beitrag bei der Konstituierung der deutschen konsensorientierten und technik lastigen Produktionsweise zugesprochen. Für die großen Unternehmen hat sich dies in den 1990er Jahren zu Gunsten von wirtschaftswissenschaftlichen Qualifikationen verschoben. Gleichzeitig nahmen Hauskarrieren gegenüber externer Rekrutierung ab. Darin wird eine Triebkraft gesehen, warum das Topmanagement in den 1990er Jahren die Shareholder-Value-Orientierung als modernes Managementkonzept angenommen und die Vermarktlichung aktiv vorangetrieben hat. Ob und inwieweit sich ähnliche Trends für den Mittelstand beobachten lassen, soll im Zentrum des Projektes stehen. Auf der Grundlage einer standardisierten Befragung in ausgewählten Sektoren soll neben der aktuellen sozio-demographischen Struktur der Führungskräfte untersucht werden, welche Rekrutierungswege mittelständische Unternehmen beschreiten, um geeignete Führungskräfte zu gewinnen. Auch sollen die Karriereverläufe von Führungskräften unter dem oben erwähnten Aspekterforscht werden. Das Projekt ist inhaltlich wie methodisch mit dem Teilprojekt A 2 des SFB 580 vernetzt.
Projektleitung: Dr. Michael Behr, Prof. Dr. Klaus Dörre
Mitarbeiter/innen: Uta Barche, Britta Berger-Voigt, Tina Seiwert, Anja Walter, Antje Weiss
Förderung: BMBF, Chemnitzer Wirtschafts- und Entwicklungsgesellschaft (CWE)
Laufzeit: Dezember 2005 - Februar 2007
Ziel des Vorhabens ist die Konstituierung und Verankerung eines Berichts- und Interventionssystems zur nachhaltigen Absicherung der Entwicklungs- und Innovationsfähigkeit der Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau. Es soll ein regionaler Diskurs angestoßen werden, der im Sinne einer nachhaltigen Regionalentwicklung eine engere Kopplung von zukünftigem Qualifikationsbedarf der Wirtschaft mit dem Bildungssystem, der regionalen Bildungsinfrastruktur und den individuellen Berufswahlentscheidungen junger Menschen ermöglicht. Um dieses Ziel zu erreichen, wird es notwendig sein, mit den Unterstützern, Praxispartnern und Protagonisten aus der Region, aus einer umfangreichen Datenbasis heraus, einen nachhaltig wirkenden Problemlösungsdruck aufzubauen. Dabei ist das Anliegen des Projekts, auf der Grundlage tragfähiger Analysen zur Entwicklung der Fachkräftesituation eine Basis zu schaffen, die es Akteuren möglich macht, über identifizierbare und nachvollziehbare Entwicklungsszenarien einen handlungsorientierten Dialog zur Entwicklung von Humankapital zu initiieren. Dafür ist es von existentieller Bedeutung, nicht bei der Untersuchung des unternehmensinternen Fachkräftebedarfs stehen zu bleiben, sondern auch die Angebotsseite bezüglich nachwachsender Fachkräfte, sowohl vordem Hintergrund quantitativer Größenordnungen als auch unter Berücksichtigung qualitativer Motivationslagen, zu untersuchen. Im Einzelnen sind drei Module in der Erhebungs- und Auswertungsphase vorgesehen: eine Unternehmens- (Bedarfsseite), Schüler- sowie Studierendenbefragung (Angebotsseite).
Berichte zu diesem Projekt:
Zwischenbericht Teil 1: Fachkräftebedarf in der Wirtschaftsregion Chemnitz Zwickau, Ergebnisseder Unternehmensbefragungen
Zwischenbericht Teil 2: Nachwuchskräftesituation in der Wirtschaftsregion Chemnitz Zwickau, Ergebnisse der Schülerbefragung
Zwischenbericht Teil 3: Nachwuchskräftesituation in der Wirtschaftsregion Chemnitz Zwickau, Ergebnisse der Studierendenbefragung
Michael Behr/ Ulrich Geissler: Entwicklung der Fachkräftesituation und Fachkräftebedarf in ausgewählten Branchen und regionalen Clustern in der Wirtschaftsregion Chemnitz Zwickau, ifo Dresden berichtet
Leitung: Prof. Dr. Klaus Dörre
Bearbeitung: Dr. Silke Röbenack
Förderer: Hans- Böckler- Stiftung
Laufzeit: August 2006 - Dezember 2006
Ziel des Projektes ist die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation einer Beschäftigungsförderungsmaßnahme für arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene im Raum Saalfeld und Rudolstadt. Hierbei geht es um das Aufzeigen von Integrationschancen, aber auch Integrationshemmnissen von jungen Erwachsenen im Zuge der 'Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt' (ins. Hartz IV) anhand eines spezifischen regionalen Projektes. Neben dem Problem der Passfähigkeit zwischen regionalen arbeitsmarktpolitischen Projekten (Angebotsseite) und Voraussetzungen sowie Bedürfnissen der Teilnehmer (Nachfrageseite) geht vor allem auch um eine Untersuchung der subjektiven Erwerbsorientierungen sowie Motivationslagen und der Bereitschaft der jungen Erwachsenen, aktiv derartige Angeboten zu nutzen. Insbesondere interessiert die Frage, ob und wenn ja, wie derartige Förderungen (Selbst-)Aktivierung bei den jungen Erwachsenen begünstigen.
Zeitraum: 2005-2006
Geograph. Raum: Saalfeld-Rudolstadt (Thüringen)
Bearbeitung: Dr. Ulrich Brinkmann, Kooperation mit dem "Institute for Human Sciences" (Wien)
Förderung: Europäische Union, 6.Forschungsrahmenprogramm
Laufzeit: Dezember 2005 - Mai 2006
Mehr Informationen sowie Veröffentlichungen zum Download erhalten Sie auf der Internetseite des Projektes.
http://www.dioscuriproject.net/index.php
Projektteam: Prof. Dr. Klaus Dörre (Projektleiter), Dr. Klaus Kraemer (Bearbeiter), Frederic Speidel (Bearbeiter)
Förderung: BMBF
Laufzeit: August 2002 - Oktober 2005 (ABSCHLUSS DES PROJEKTES-APRIL 06)
Das Forschungsprojekt ist Teil des Forschungsverbundes Forschungsverbund "Desintegrationsprozesse - Stärkung von Integrationspotenzialen einer modernen Gesellschaft", Leitung: Prof. Heitmeyer / Universität Bielefeld.
Förderung: GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH, München;
Laufzeit: Juli 2005 - November 2006
CWE- Chemnitzer Wirtschaftsentwicklung
Projektteam: Prof. Dr. Klaus Dörre, Dr. Bernd Röttger, Birgit Beese (Bearbeiter)
Förderung: Hans-Böckler-Stiftung
Laufzeit: August 2001 - Mai 2004
Förderung: DFG, Eigenmittel
Laufzeit: Januar 2001 - Dezember 2003
Betreuung: Prof. Dr. Rudi Schmidt
Bearbeitung: PD Dr. Katharina Bluhm (Habilitationsprojekt)
Förderung: Volkswagen Stiftung
Laufzeit: Januar 2000 - Februar 2004
Die Habilitationsschrift verfolgt zwei generelle Ziele. Zum einen leistet sie einen Beitrag zur Reformulierung des Konzepts institutioneller Einbettung grenzüberschreitenden Unternehmenshandelns. Dabei wird der holistische Anspruch bisheriger Ansätze aufgegeben, die ein Internationalisierungsmuster von Unternehmen primär auf einen bestimmten nationalstaatlichen Ursprungskontext zurückführen. Zum anderen werden die Implikationen der Konvergenzdebatte über den Umgang deutscher Unternehmen mit ihren mittelosteuropäischen Tochtergesellschaften empirisch überprüft. Im Zentrum steht die Frage, wie und in welcher Hinsicht die institutionellen Arrangements des deutschen "Hochlohn-Kapitalismus" Einfluss auf die Strategien und Organisationspraxis deutscher Unternehmen in Mittelosteuropa unter Bedingungen institutioneller Konkurrenz und institutionellen Wandels nehmen.
Geograph. Raum: Mittelosteuropa
Projektleitung: Prof. Rudi Schmidt, Dr. Katharina Bluhm
Mitarbeiter: Bernd Teufel
Förderung: EU Kommission (5. Rahmenprogramm)
Laufzeit: März 2000 - Januar 2002
Projektteam: Dr. Katharina Bluhm (Habilitationsprojekt)
Förderung: Volkswagen Stiftung
Laufzeit: Januar 1999 - Februar 2004
Projektleitung: Dr. Ulrich Brinkmann
Bearbeiterin: Birgit Beese
Förderung: Ministerium für Arbeit und Wirtschaft NRW
Laufzeit: Juli 2002 - Juni 2003
Projektleiter: Dr. Ulrich Brinkmann
Förderung: IG Metall Chemnitz
Laufzeit: November 2002 - April 2003
Förderung: Hans-Böckler-Stiftung (Druckkostenzuschuss), Eigenmittel
Laufzeit: 01.01.2001-31.03.2003
Projektleiter: Dr. Ulrich Brinkmann
Bearbeitung: Frederic Speidel
Förderung: IG Metall Vorstand
Laufzeit: Juli 2003 - Juni 2004
Projektleitung: Dr. Ulrich Brinkmann
Bearbeitung: Frederic Speidel
Förderung: Ministerium für Arbeit und Wirtschaft NRW
Laufzeit: Juli 2003 - Juni 2005
Bearbeitung: Dr. Michael Behr (Habilitation)
Laufzeit: Januar 1998 - unbestimmt
Die Arbeit nimmt den Prozess der Etablierung von Beschäftigungsstrukturen im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor der neuen Länder in kontrastierender Perspektive in den Blick. Die forschungsleitende These lautet: Während sich im verarbeitenden Gewerbe, in der Landwirtschaft, im Öffentlichen Dienst und in Teilen des Handwerks weiterhin traditionelle Beschäftigungsformen, klassisches Berufsverständnis, ausgeprägte Internalisierungsstrategien erhalten haben, weist der dynamische und neu aufgebaute Dienstleistungsbereich offenere Beschäftigungsstrukturen jenseits der Beruflichkeit der Arbeit und jenseits des "Normalarbeitsverhältnisses" auf. Unter Bezugnahme auf die klassische Segmentationstheorie sind in diesem weiblich geprägten Beschäftigungssegment ein deutlich höherer Anteil prekärer Beschäftigung und Tendenzen der Etablierung eines so genannten "Jedermannsarbeitsmarktes" zu erwarten als in den männlich geprägten Beschäftigungsfeldern. Die Arbeit versucht einen konzeptionellen Beitrag zur Entstehung von (unterschiedlichen) Arbeitsmarktstrukturen und zur Entwicklung sozialer Ungleichheit in den neuen Ländern zu leisten.
Geograph. Raum: neue Bundesländer
Projektleiter: Dr. Michael Behr
Mitarbeiter/innen: Uta Barche, Tina Seiwert
Förderer: Europäische Union, Europäischer Sozialfond, Innovative Maßnahmen nach Art. 6
Laufzeit: November 2003 - Oktober 2005
In wichtigen Schlüsselbranchen Südwestsachsens bahnt sich ein gravierender Mangel an qualifiziertem Fachpersonal an. Daher werden im Projekt InnoJoBS lokale Aktionspläne zur Verbesserung der Jugendbeschäftigungspolitik, zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit und zur Bindung der Jugendlichen an die Region entwickelt und modellhaft umgesetzt.
Leitung: Dr. Michael Behr (TU Chemnitz), Prof. Dr. Guido Tolksdorf
Förderung: Stiftung Innovation und Arbeit Sachsen
Laufzeit: November 2002 - Februar 2005
Welche Voraussetzungen innerhalb einer ostdeutschen Region sind für die wirtschaftliche Entwicklung förderlich oder hemmend (unter besonderer Beachtung von Neuansiedlungen und Arbeitsmarkt)? Empirische Erfassung der Lage und Veränderungen im Unterrichtszeitraum.
Geograph. Raum: Südwest-Sachsen
Methodische Vorgehensweise: Evaluierungsprojekt. Untersuchungsdesign: Trend, Zeitreihe
Datengewinnung: Qualitatives Interview. Standardisierte Befragung, telefonisch. Sekundäranalyse von Aggregatdaten. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. Datenbestand: Abgabe eventuell
Projektleitung: Dr. Michael Behr
Mitarbeiterin: Anja Walter
Förderer: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg, ESF - Europäische Sozialfond
Laufzeit: April 2004 -Juni 2005
Projektleitung: Dr. Michael Behr, Prof. Dr. Rudi Schmidt
Mitarbeiter/innen: Thomas Engel, Andrea Kottmann, Tina Seiwert, Susann Talk, Anja Walter
Förderung: Europäische Kommission, Generaldirektion Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit -Europäischer Sozialfonds; Freistaat Thüringen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur
Laufzeit: Mai 2004 - April 2005
Kern des Projektes ist ein moderierter Diskurs zu Fragestellungen und Themen, die in den Vorgängerprojekten bearbeitet wurden. Ziel dieser Workshopreihe "Nordhäuser Dialog" ist es, durch den aktiven Austausch verschiedener Akteurs- und Bevölkerungsgruppen miteinander, gemeinsame Handlungsstrategien zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit Nordthüringens zu entwickeln. Dazu werden insgesamt sechs Workshops durchgeführt, um den Dialog zwischen Unternehmen, Jugendlichen, Schulen sowie arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischen Akteuren zu stärken, Möglichkeiten der Verbesserung der Strategiefähigkeit in der Region auszuloten und - unter aktiver Beteiligung von Vertretern aus den Landesministerien - den Bedarf an Unterstützung seitens des Freistaats Thüringen für die weitere Entwicklung der Region zu präzisieren.
Geograph. Raum: Nordthüringen
Michael Behr, Ulrich Geissler
Michael Behr, Rudi Schmidt
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