Im neuen CHE-Ranking, das im Studienführer 2011/12 der ZEIT veröffentlicht wurde, belegt das Institut für Soziologie der FSU Jena einen Spitzenplatz. So sehr wir uns über die darin dokumentierte Wertschätzung unserer Arbeit freuen, so skeptisch sind wir zugleich gegenüber dem Instrument "Hochschulranking". Schon weil ein erheblicher Teil der Institute trotz un-vollständiger Daten gelistet wird, halten wir den Informationswert des CHE-Rankings für gering. Vor allem jedoch dient das Ranking als Instrument einer akademischen Konkurrenz-kultur, die systematisch Gewinner und Verlierer erzeugt, ohne zur Steigerung der Qualität wissenschaftlicher Arbeit beizutragen. Das Institut für Soziologie beabsichtigt daher, sich an der nächsten Runde dieses Wettbewerbs nicht mehr zu beteiligen. Wie bereits angekündigt, werden wir uns an den Vorstand und das Konzil der Deutschen Gesellschaft für Soziologie wenden, um ein gemeinsames Vorgehen im Fach abzustimmen. Dabei wird auch darüber zu beraten sein, wie mit angemesseneren Instrumenten sowohl die legitimen Interessen an wissenschaftlicher Qualitätssicherung wie auch der Informationsbedarf der Studierenden über mögliche Studienorte befriedigt werden können.
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